Altersarmut
In Deutschland steigt die Zahl der Senioren, die ihren Lebensunterhalt nicht mehr selbst finanzieren können. Wie das Statistische Bundesamt meldet, bezogen im Dezember 2024 rund 1,26 Millionen Menschen Leistungen der Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung – ein Anstieg von 49.000 Personen innerhalb eines Jahres.
Mehr ältere Menschen auf staatliche Unterstützung angewiesen
Die Entwicklung zeigt, dass immer mehr Rentner finanziell nicht mehr eigenständig über die Runden kommen. Vor allem gestiegene Lebenshaltungskosten belasten die Haushalte älterer Menschen. „Viele Senioren können ihre Grundausgaben nicht mehr decken, weil die Renten nicht mit den Kostensteigerungen Schritt halten“, so ein Sprecher des Statistischen Bundesamts.
Besonders betroffen sind Menschen, die in ihrem Arbeitsleben geringe Löhne hatten und keine ausreichenden Rentenansprüche erwerben konnten. Die Zahl der erwerbsgeminderten Leistungsempfänger blieb hingegen mit etwa 522.000 Personen konstant.
Erhöhung der Regelsätze führt zu mehr Leistungsbeziehern
Ein weiterer Faktor für die steigenden Empfängerzahlen war die Anhebung der Sozialleistungen zum Jahresbeginn 2024. Durch die Erhöhung der Regelsätze – beispielsweise um 61 Euro für Alleinerziehende – sind mehr Menschen leistungsberechtigt als zuvor.
Neben den gestiegenen Lebenshaltungskosten sind auch die Folgen der Inflation spürbar. Höhere Mietpreise, steigende Energiekosten und verteuerte Lebensmittel verschärfen die Situation vieler Rentner zusätzlich.
Zunehmende Altersarmut als gesellschaftliche Herausforderung
Die wachsende Zahl älterer Menschen in finanzieller Notlage stellt die Politik vor große Herausforderungen. Die Diskussion über eine gerechtere Rentenpolitik und Maßnahmen zur Sicherung des Lebensstandards im Alter wird weiter an Bedeutung gewinnen.
Es bleibt abzuwarten, welche politischen Schritte unternommen werden, um die finanzielle Lage vieler Senioren zu verbessern und Altersarmut nachhaltig zu bekämpfen.