Hessens Schulen: Handyverbot ab 2025 beschlossen

Hessens Schulen: Handyverbot ab 2025 beschlossen

Mit Beginn des Schuljahres 2025/26 gilt in Hessen eine neue Regelung zur Handynutzung an Schulen. Die Landesregierung plant, private Smartphones und ähnliche Geräte grundsätzlich zu verbieten, um die Lernatmosphäre und soziale Interaktion zu verbessern.

Handys nur noch in Ausnahmefällen erlaubt

Schüler dürfen ihre Handys zwar weiterhin mit zur Schule bringen, jedoch nicht mehr ohne ausdrückliche Erlaubnis nutzen. Nur in dringenden medizinischen Fällen oder persönlichen Notlagen darf das Gerät verwendet werden. Der Einsatz im Unterricht ist nur gestattet, wenn Lehrkräfte dies für pädagogische Zwecke anordnen – etwa für digitale Recherche oder interaktive Lernmethoden.

Bildungsminister Armin Schwarz (CDU) erklärte: „Wir möchten, dass sich Kinder und Jugendliche wieder stärker auf den Unterricht und die direkte Kommunikation konzentrieren, anstatt ihre Pausen isoliert vor Bildschirmen zu verbringen.“

Strafen für Verstöße: Lehrer dürfen Handys einziehen

Falls Schüler gegen das Verbot verstoßen, können Lehrkräfte ihre Handys bis zum Ende des Schultags einziehen. Um Härtefälle zu vermeiden, wird jedoch darauf geachtet, dass digitale Fahrkarten für den Heimweg weiterhin genutzt werden können.

Die Regelung betrifft nicht nur Smartphones, sondern auch Smartwatches und Tablets. Während die Vorschriften für Grundschulen und Mittelstufen streng bleiben, könnten Oberstufenschüler individuelle Ausnahmen erhalten. Ziel der Maßnahme sei es, die digitale Abhängigkeit zu reduzieren, während gleichzeitig ein sinnvoller Einsatz moderner Technologien im Unterricht erhalten bleibt.

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