Greenpeace zu hoher Entschädigung verurteilt

Greenpeace zu hoher Entschädigung verurteilt

Ein Gericht in North Dakota hat entschieden, dass Greenpeace mehrere hundert Millionen Dollar an Schadenersatz an den Betreiber der Dakota Access Pipeline zahlen muss. Der Vorwurf: Verleumdung und gezielte Geschäftsbehinderung durch eine aggressive Kampagne gegen das Unternehmen. Greenpeace hält das Urteil für politisch motiviert.

Konflikt um die Pipeline eskaliert

Die Dakota Access Pipeline, die Erdöl aus North Dakota bis nach Illinois transportiert, war von Anfang an stark umstritten. Besonders indigene Gemeinschaften hatten sich gegen das Bauprojekt gewehrt. Sie befürchteten nicht nur Umweltschäden, sondern auch eine Missachtung ihrer kulturellen Rechte.

Die Proteste führten zu einem internationalen Aufschrei, der von Greenpeace maßgeblich unterstützt wurde. Die Organisation übte Druck auf Banken und Investoren aus und setzte sich für eine Einstellung des Projekts ein. Energy Transfer argumentierte, dass Greenpeace gezielt Desinformationen verbreitet habe, um dem Unternehmen finanziellen Schaden zuzufügen.

Urteil sorgt für Kontroversen

Nun muss Greenpeace nach einem Gerichtsbeschluss eine immense Summe an Schadenersatz leisten. Das Urteil stieß auf heftige Kritik von Umweltverbänden. „Das ist ein direkter Angriff auf die Meinungsfreiheit“, erklärte Greenpeace in einer Stellungnahme.

Das Unternehmen Energy Transfer hingegen begrüßte die Entscheidung. „Protest ist legitim, aber gezielte Fehlinformationen, die Unternehmen wirtschaftlich ruinieren, dürfen nicht hingenommen werden“, so ein Sprecher.

Ob Greenpeace das Urteil akzeptieren wird, bleibt unklar. Die Organisation erwägt rechtliche Schritte, um sich gegen das Urteil zu wehren. Dieser Fall könnte langfristig die Spielregeln für Umweltaktivismus in den USA neu definieren.

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