OECD sieht Deutschland am Ende der Wachstumsskala

OECD sieht Deutschland am Ende der Wachstumsskala

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt angespannt. Die OECD hat ihre Wachstumsprognose für 2025 fast halbiert und rechnet nun mit einem mageren Plus von 0,4 Prozent. Kein anderes Industrieland wächst so langsam – nur Mexiko steht noch schlechter da.

Die Hauptgründe für das schwache Wachstum

Mehrere Faktoren belasten die Konjunktur:

  • Zögerliche Unternehmen: Investitionen bleiben aus, weil Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung herrscht.
  • Steigende Handelsbarrieren: Neue Zölle und Protektionismus, insbesondere aus den USA, bremsen den globalen Handel.
  • Inflation und Konsumzurückhaltung: Verbraucher halten ihr Geld zurück, was den Binnenmarkt schwächt.

Das Bundeswirtschaftsministerium sieht die Situation ebenfalls kritisch: „Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt, insbesondere durch globale Unsicherheiten.“

Kann ein Finanzpaket die Wende bringen?

Die Bundesregierung plant ein 500-Milliarden-Euro-Paket für Infrastruktur und Klimaschutz. Laut OECD-Analystin Isabell Koske könnte dies langfristig helfen: „Deutschland kann sich so ein Paket leisten, da seine Schuldenstandsquote geringer ist als die vieler anderer OECD-Länder.“

Allerdings warnt sie auch: „Zusätzliche Investitionen allein reichen nicht aus – Strukturreformen sind unerlässlich.“

Globale Perspektive: Kein Ende der Krise in Sicht

Die OECD senkte nicht nur die Prognose für Deutschland, sondern auch für die Weltwirtschaft. Das globale Wachstum wird nun auf 3,1 Prozent geschätzt, 0,2 Prozentpunkte weniger als zuvor. Besonders stark betroffen sind Mexiko und Kanada, während auch die USA mit einem Rückgang der Wachstumsrate kämpfen.

Die wirtschaftlichen Herausforderungen für Deutschland bleiben enorm. Ohne tiefgreifende Reformen könnte die Stagnation weiter anhalten.

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