Google streicht Pride Month & Black History Month

Google streicht Pride Month & Black History Month

Google Maps zeigt „Gulf of America“

Google hat bedeutende Änderungen an seinen Diensten vorgenommen: Der Google-Kalender zeigt künftig keine kulturellen Gedenkmonate wie den Pride Month und den Black History Month mehr an. Gleichzeitig wurde die Bezeichnung des Golfs von Mexiko in Google Maps für US-Nutzer in „Gulf of America“ geändert. Diese Anpassungen stehen im Zusammenhang mit offiziellen Regierungsentscheidungen in den USA.

Google Maps zeigt „Gulf of America“ für US-Nutzer

Seit Montag wird der Golf von Mexiko in Google Maps für Nutzer in den USA als „Gulf of America“ bezeichnet. Dies geht auf eine Entscheidung des U.S. Board on Geographic Names zurück, das die offizielle Namensänderung vorgenommen hat. Grundlage dafür ist ein Exekutivbefehl von Präsident Donald Trump, der die Umbenennung angeordnet hatte.

Für Nutzer außerhalb der USA bleibt die ursprüngliche Bezeichnung erhalten, ergänzt um die alternative Schreibweise. So wird die Region für internationale Nutzer als „Gulf of Mexico (Gulf of America)“ angezeigt, während mexikanische Nutzer weiterhin ausschließlich „Gulf of Mexico“ sehen.

Ein Google-Sprecher erklärte dazu: „Wir halten uns an unsere langjährige Praxis, Namensänderungen zu übernehmen, wenn sie in offiziellen Regierungsquellen aktualisiert wurden.“

Google entfernt kulturelle Gedenktage aus dem Kalender

Neben der Anpassung in Google Maps wurden auch Änderungen am Google-Kalender vorgenommen. Kulturelle Gedenkmonate wie der Pride Month und der Black History Month werden künftig nicht mehr automatisch angezeigt.

Ein Unternehmenssprecher begründete die Entscheidung damit, dass das manuelle und konsistente Pflegen hunderter weltweiter Ereignisse nicht skalierbar sei: „Das manuelle Pflegen hunderter globaler Momente war nicht nachhaltig.“ Ab sofort zeigt Google Calendar nur noch Feiertage, die von der Webseite timeanddate.com als offizielle Feiertage anerkannt werden.

Anpassungen an Unternehmensrichtlinien

Zusätzlich hat Google Änderungen an seinen Diversity-, Equity- & Inclusion-Zielen (DEI) vorgenommen. Das Unternehmen hat beschlossen, keine festen Diversitätsquoten für Neueinstellungen mehr zu nutzen und prüft derzeit die Zukunft seiner DEI-Programme.

Google erklärte: „Wir evaluieren Änderungen an unseren Programmen, um den Anforderungen der Exekutivbefehle gerecht zu werden.“ Gleichzeitig betonte das Unternehmen, dass bestehende Mitarbeitergruppen für unterrepräsentierte Beschäftigte weiterhin unterstützt werden.

Auch andere große Unternehmen wie Amazon, Meta, Walmart und McDonald’s haben in den letzten Monaten ihre Diversitätsprogramme überprüft und angepasst.

Google setzt auf offizielle Vorgaben

Mit den aktuellen Änderungen folgt Google offiziellen Namens- und Feiertagsvorgaben sowie neuen unternehmenspolitischen Rahmenbedingungen. Das Unternehmen passt sich damit an bestehende Richtlinien an und aktualisiert seine Dienste entsprechend internationaler Standards.

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