{"id":9941,"date":"2026-01-07T10:40:43","date_gmt":"2026-01-07T15:40:43","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=9941"},"modified":"2026-01-07T10:40:43","modified_gmt":"2026-01-07T15:40:43","slug":"frankreich-grossbritannien-planen-praesenz-in-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=9941","title":{"rendered":"Frankreich, Gro\u00dfbritannien planen Pr\u00e4senz in der Ukraine"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Westliche Pl\u00e4ne f\u00fcr feste Milit\u00e4rbasen in der Ukraine<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Noch bevor ein Waffenstillstand \u00fcberhaupt in trockenen T\u00fcchern ist, treiben <strong>Frankreich<\/strong> und <strong>Gro\u00dfbritannien<\/strong> ihre milit\u00e4rischen Planungen f\u00fcr die Ukraine entschlossen voran. Beide Regierungen bereiten sich darauf vor, nach einer m\u00f6glichen Waffenruhe <strong>eigene Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte auf ukrainischem Staatsgebiet<\/strong> einzurichten. Die Vorhaben markieren eine neue Eskalationsstufe der westlichen Sicherheitsarchitektur und machen deutlich, dass Paris und London von einem fragilen Frieden ausgehen, der dauerhaft abgesichert werden m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p>Der britische Premierminister <strong>Keir Starmer<\/strong> sprach bei einem Treffen in Paris von \u201e<strong>gesch\u00fctzten Einrichtungen<\/strong>\u201c, die f\u00fcr Waffenlager, milit\u00e4risches Ger\u00e4t und logistische Infrastruktur vorgesehen seien. Die Botschaft ist eindeutig: Ein blo\u00dfer Waffenstillstand reicht aus Sicht Londons nicht aus, um Stabilit\u00e4t zu garantieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Macron fordert harte Abschreckung statt Symbolpolitik<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Auch der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident <strong>Emmanuel Macron<\/strong> schl\u00e4gt einen scharfen Ton an. Er betonte, die Ukraine ben\u00f6tige nach einem Waffenstillstand \u201e<strong>robuste und belastbare Sicherheitsgarantien<\/strong>\u201c. Frankreich wolle sich nicht mit politischen Absichtserkl\u00e4rungen begn\u00fcgen, sondern setze auf eine milit\u00e4risch glaubw\u00fcrdige Abschreckung.<br>Nach Darstellung aus Paris sollen die geplanten St\u00fctzpunkte verhindern, dass Russland eine Phase der Waffenruhe zur milit\u00e4rischen Neuaufstellung nutzt. Die Stationierung westlicher Kr\u00e4fte wird dabei ausdr\u00fccklich als Warnsignal verstanden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Berlin z\u00f6gert, schlie\u00dft aber nichts aus<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Deutlich vorsichtiger gibt sich die Bundesregierung. Bundeskanzler <strong>Friedrich Merz<\/strong> vermied konkrete Zusagen zu eigenen St\u00fctzpunkten oder Truppen in der Ukraine. Gleichzeitig machte er klar, dass Deutschland sich einer weiteren Eskalation der sicherheitspolitischen Verpflichtungen nicht grunds\u00e4tzlich verschlie\u00dfen werde.<br>W\u00f6rtlich sagte Merz: \u201e<strong>Deutschland wird sich weiter politisch, finanziell und eben auch milit\u00e4risch einbringen.<\/strong>\u201c Ein m\u00f6glicher Einsatz deutscher Kr\u00e4fte k\u00f6nne nach einem Waffenstillstand auch von NATO-Gebiet au\u00dferhalb der Ukraine erfolgen.<br>\u00dcber Art und Umfang eines deutschen Beitrags m\u00fcssten jedoch Bundestag und Bundesregierung entscheiden. Merz betonte zudem, ein Frieden werde <strong>keine L\u00f6sung aus dem diplomatischen Lehrbuch<\/strong> sein, sondern zwangsl\u00e4ufig schmerzhafte Kompromisse erfordern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die \u201eKoalition der Willigen\u201c bereitet langfristige Pr\u00e4senz vor<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Pl\u00e4ne von Paris und London sind Teil einer breiteren internationalen Initiative. Zur sogenannten <strong>Koalition der Willigen<\/strong> z\u00e4hlen <strong>35 Staaten<\/strong>, darunter Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Spanien, Italien und Kanada.<br>In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung machten die beteiligten L\u00e4nder unmissverst\u00e4ndlich klar, dass ein Friedensabkommen ohne dauerhafte milit\u00e4rische Absicherung nicht akzeptabel sei. Die <strong>Souver\u00e4nit\u00e4t und Sicherheit der Ukraine<\/strong> seien nicht verhandelbar und m\u00fcssten durch konkrete Ma\u00dfnahmen gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sicherheitsgarantien mit milit\u00e4rischem Kern<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die vorgesehenen Garantien gehen weit \u00fcber bisherige Unterst\u00fctzungszusagen hinaus. Geplant ist die <strong>Beteiligung an einem von den USA gef\u00fchrten \u00dcberwachungsmechanismus<\/strong>, der den Waffenstillstand kontrollieren und Verst\u00f6\u00dfe dokumentieren soll.<br>Zugleich soll die Ukraine langfristig milit\u00e4risch aufger\u00fcstet bleiben. Vorgesehen sind <strong>umfangreiche Verteidigungspakete<\/strong>, finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Waffenbeschaffung, Hilfe bei der Finanzierung der Streitkr\u00e4fte sowie der Zugriff auf internationale <strong>Verteidigungsdepots<\/strong> f\u00fcr den Krisenfall.<br>Ein weiterer zentraler Baustein ist der Aufbau einer <strong>multinationalen Truppe<\/strong>, die Abschreckung in der Luft, auf See und am Boden gew\u00e4hrleisten und den Wiederaufbau der ukrainischen Streitkr\u00e4fte begleiten soll.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Massive Kritik aus der deutschen Opposition<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung st\u00f6\u00dft in Deutschland auf heftigen politischen Widerstand. Vertreter der <strong>AfD<\/strong> warfen dem Kanzler vor, Deutschland in ein unkalkulierbares milit\u00e4risches Risiko zu treiben. In einem sp\u00e4ter gel\u00f6schten Beitrag wurde Merz als \u201e<strong>Sicherheitsrisiko f\u00fcr Deutschland<\/strong>\u201c bezeichnet.<br>Auch das <strong>B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht<\/strong> \u00e4u\u00dferte scharfe Bedenken. Parteivertreter <strong>Fabio De Masi<\/strong> erkl\u00e4rte, die Bundeswehr habe \u201e<strong>weder die Kapazit\u00e4ten noch die F\u00e4higkeiten, einen Frieden in der Ukraine milit\u00e4risch abzusichern<\/strong>\u201c. Sollte der Konflikt erneut eskalieren, drohe Deutschland unmittelbar in einen Krieg mit Russland hineingezogen zu werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Europa vor sicherheitspolitischer Zeitenwende<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Debatte um westliche Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte in der Ukraine zeigt, wie tiefgreifend sich die sicherheitspolitische Lage in Europa ver\u00e4ndert hat. Frankreich und Gro\u00dfbritannien setzen offen auf milit\u00e4rische Pr\u00e4senz, w\u00e4hrend Deutschland noch z\u00f6gert, den gleichen Schritt zu gehen.<br>Unabh\u00e4ngig von der endg\u00fcltigen Ausgestaltung steht fest: Ein m\u00f6glicher Waffenstillstand w\u00fcrde <strong>nicht<\/strong> das Ende der milit\u00e4rischen Konfrontation markieren, sondern den Beginn einer neuen Phase dauerhafter Abschreckung und strategischer Machtprojektion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Westliche Pl\u00e4ne f\u00fcr feste Milit\u00e4rbasen in der Ukraine Noch bevor ein Waffenstillstand \u00fcberhaupt in trockenen T\u00fcchern ist, treiben Frankreich und Gro\u00dfbritannien ihre milit\u00e4rischen Planungen f\u00fcr die Ukraine entschlossen voran. Beide Regierungen bereiten sich darauf vor, nach einer m\u00f6glichen Waffenruhe eigene Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte auf ukrainischem Staatsgebiet einzurichten. 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