{"id":9432,"date":"2025-11-05T10:56:42","date_gmt":"2025-11-05T15:56:42","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=9432"},"modified":"2025-11-05T10:56:43","modified_gmt":"2025-11-05T15:56:43","slug":"basf-eroeffnet-grosswerk-in-china-und-setzt-neuen-massstab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=9432","title":{"rendered":"BASF er\u00f6ffnet Gro\u00dfwerk in China und setzt neuen Ma\u00dfstab"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gr\u00f6\u00dftes Einzelprojekt in der Geschichte des Konzerns<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Chemiekonzern <strong>BASF<\/strong> hat in der chinesischen Stadt <strong>Zhanjiang<\/strong> den Betrieb seines neuen Chemiekomplexes aufgenommen. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden im November die <strong>ersten Produktionsanlagen in Betrieb genommen<\/strong>, womit ein entscheidender Fortschritt beim gr\u00f6\u00dften Auslandsprojekt in der Firmengeschichte erreicht ist.<br>Mit einer Investitionssumme von <strong>8,7 Milliarden Euro<\/strong> z\u00e4hlt der Standort zu den ambitioniertesten Industrieprojekten, die je von einem deutschen Unternehmen in Asien realisiert wurden. Der vollst\u00e4ndig im Alleinbesitz von BASF befindliche Standort soll bis Ende des Jahres vollst\u00e4ndig funktionsf\u00e4hig sein und k\u00fcnftig neben <strong>Ludwigshafen<\/strong> und <strong>Antwerpen<\/strong> zu den drei wichtigsten Produktionszentren des Konzerns geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"883\" height=\"537\" src=\"https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/image-9.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9434\" srcset=\"https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/image-9.png 883w, https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/image-9-300x182.png 300w, https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/image-9-768x467.png 768w\" sizes=\"(max-width: 883px) 100vw, 883px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>BASF st\u00e4rkt Position auf dem asiatischen Wachstumsmarkt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Asien und insbesondere <strong>China<\/strong> gelten l\u00e4ngst als das Herz der globalen Chemienachfrage. Mit dem neuen Standort will BASF seine <strong>Marktposition in der Region Asien-Pazifik<\/strong> deutlich ausbauen. Die Nachfrage nach Kunststoffen, Spezialchemikalien und Vorprodukten f\u00fcr Hightech-Industrien w\u00e4chst dort weit schneller als in den westlichen M\u00e4rkten.<br>\u201e<strong>Wir wollen vor Ort produzieren, wo unsere Kunden sind<\/strong>\u201c, erkl\u00e4rte ein Sprecher des Unternehmens. Durch den neuen Verbundstandort k\u00f6nne BASF <strong>lokale Wertsch\u00f6pfungsketten st\u00e4rken<\/strong> und Lieferzeiten erheblich verk\u00fcrzen. Die direkte Versorgung asiatischer Kunden soll helfen, Abh\u00e4ngigkeiten von europ\u00e4ischen Transportwegen zu verringern und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Konzerns langfristig zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Technisches Gro\u00dfprojekt mit globaler Ausrichtung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Standort <strong>Zhanjiang<\/strong> in der s\u00fcdchinesischen Provinz <strong>Guangdong<\/strong> soll nach Abschluss der letzten Bauphase <strong>zu den modernsten Chemiekomplexen der Welt<\/strong> z\u00e4hlen. Er umfasst mehrere Gro\u00dfanlagen f\u00fcr Basischemikalien, Kunststoffe und Spezialprodukte, die f\u00fcr verschiedene Industriezweige \u2013 etwa Elektronik, Automobilbau und Bauwesen \u2013 ben\u00f6tigt werden.<br>Das Gel\u00e4nde erstreckt sich \u00fcber mehrere hundert Hektar und soll langfristig <strong>\u00fcber 10.000 Arbeitspl\u00e4tze<\/strong> schaffen. BASF setzt dabei auf modernste Technologie und digitale Prozesssteuerung. Besonders bemerkenswert: Der Standort ist das <strong>erste Gro\u00dfprojekt, das BASF ohne chinesischen Partner<\/strong> vollst\u00e4ndig selbst betreibt \u2013 ein klares Zeichen f\u00fcr das Vertrauen in die eigene Markt- und Innovationskraft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kritik und geopolitische Vorbehalte<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das Engagement des Konzerns in China bleibt jedoch nicht ohne Widerspruch. Wirtschaftsexperten und Politiker \u00e4u\u00dfern Sorgen \u00fcber <strong>zu starke Abh\u00e4ngigkeiten<\/strong> von einem Land, dessen Verh\u00e4ltnis zu Europa zunehmend von Spannungen gepr\u00e4gt ist. Auch Umweltverb\u00e4nde \u00e4u\u00dfern Bedenken hinsichtlich Energieverbrauch und Emissionen.<br>BASF verweist dagegen auf seine <strong>hohen Nachhaltigkeits- und Sicherheitsstandards<\/strong>. Der Standort wird laut Konzernangaben weitgehend mit <strong>erneuerbarer Energie<\/strong> betrieben und soll k\u00fcnftig als Modell f\u00fcr <strong>klimafreundliche Chemieproduktion<\/strong> dienen. Das Unternehmen sieht das Projekt als wichtigen Schritt, um die Balance zwischen Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und globaler Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Entscheidung in schwierigen Zeiten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Investition erfolgt in einem Umfeld globaler Unsicherheit. Steigende Energiepreise, schwache europ\u00e4ische Nachfrage und geopolitische Spannungen setzen die Chemiebranche weltweit unter Druck. Trotzdem h\u00e4lt BASF an seinem langfristigen Wachstumspfad fest.<br>\u201e<strong>Wir investieren dort, wo Wachstum entsteht \u2013 und das ist in Asien<\/strong>\u201c, sagte Vorstandschef <strong>Martin Bruderm\u00fcller<\/strong>. Mit dem neuen Werk will der Konzern von der industriellen Expansion Chinas profitieren, die trotz tempor\u00e4rer Konjunkturprobleme weiterhin starke Impulse liefert. Experten sehen darin eine strategische Entscheidung, um <strong>den R\u00fcckgang des europ\u00e4ischen Chemiegesch\u00e4fts<\/strong> durch Dynamik in Asien auszugleichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auswirkungen auf die deutsche Industrie<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend in China Milliarden flie\u00dfen, setzt BASF in Deutschland auf <strong>Kostendisziplin und Umstrukturierung<\/strong>. Der Stammsitz in <strong>Ludwigshafen<\/strong> bleibt zwar das Forschungs- und Innovationszentrum des Unternehmens, doch Teile der Produktion werden aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden ins Ausland verlagert.<br>In den vergangenen Monaten hat der Konzern <strong>Hunderte Arbeitspl\u00e4tze gestrichen<\/strong> und mehrere Anlagen stillgelegt. Dennoch betont das Management, dass die <strong>technologische Kompetenz<\/strong> und die Entwicklung neuer Verfahren weiterhin in Deutschland geb\u00fcndelt bleiben sollen. Das Werk in China soll als Produktionsbasis f\u00fcr den asiatischen Markt dienen, w\u00e4hrend in Europa die Forschung vorangetrieben wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>BASF setzt auf global vernetzte Produktion<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Mit der neuen Anlage in Zhanjiang verfolgt BASF konsequent seine Strategie, <strong>globale Pr\u00e4senz mit lokaler Wertsch\u00f6pfung<\/strong> zu verbinden. Ziel ist es, regionale M\u00e4rkte effizient zu bedienen, Risiken zu streuen und die Produktion nachhaltiger zu gestalten.<br>Der Konzern besch\u00e4ftigt weltweit rund <strong>112.000 Mitarbeiter<\/strong> und erzielte 2024 einen Umsatz von <strong>etwa 87 Milliarden Euro<\/strong>. Durch den Ausbau der Kapazit\u00e4ten in China will BASF seine <strong>internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/strong> sichern und den Wandel hin zu einer st\u00e4rker <strong>dezentralen, klimafreundlichen Chemieproduktion<\/strong> beschleunigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00f6\u00dftes Einzelprojekt in der Geschichte des Konzerns Der Chemiekonzern BASF hat in der chinesischen Stadt Zhanjiang den Betrieb seines neuen Chemiekomplexes aufgenommen. 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