{"id":9340,"date":"2025-10-27T10:03:48","date_gmt":"2025-10-27T14:03:48","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=9340"},"modified":"2025-10-27T10:03:49","modified_gmt":"2025-10-27T14:03:49","slug":"eu-prueft-milliardenstrafen-gegen-meta-und-tiktok","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=9340","title":{"rendered":"EU pr\u00fcft Milliardenstrafen gegen Meta und TikTok"},"content":{"rendered":"\n<p>Die <strong>EU-Kommission<\/strong> hat eine vorl\u00e4ufige Bewertung ver\u00f6ffentlicht, die den Internetgiganten <strong>Meta<\/strong> und <strong>TikTok<\/strong> erhebliche Konsequenzen bringen k\u00f6nnte. Nach Ansicht der Beh\u00f6rde haben beide Unternehmen gegen den <strong>Digital Services Act (DSA)<\/strong> versto\u00dfen \u2013 das zentrale EU-Gesetz zur Kontrolle digitaler Plattformen. Sollten sich die Vorw\u00fcrfe best\u00e4tigen, drohen <strong>Geldbu\u00dfen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes<\/strong> \u2013 also <strong>Strafen in Milliardenh\u00f6he<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mangel an Transparenz gegen\u00fcber Forschern<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Kern der Anschuldigungen ist der Vorwurf, dass <strong>Meta<\/strong> und <strong>TikTok<\/strong> Forschern den Zugang zu \u00f6ffentlichen Daten erschweren. Diese Informationen gelten als entscheidend, um den Einfluss sozialer Netzwerke auf gesellschaftliche Entwicklungen und psychische Gesundheit zu analysieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kommission kritisiert, dass Wissenschaftler komplizierte Antragsverfahren durchlaufen m\u00fcssten und h\u00e4ufig nur <strong>unvollst\u00e4ndige Datens\u00e4tze<\/strong> erhielten. Damit werde eine unabh\u00e4ngige \u00dcberpr\u00fcfung der Plattformen unm\u00f6glich gemacht. In der offiziellen Mitteilung betonte Br\u00fcssel: <strong>\u201eDer Zugang zu Daten f\u00fcr Forschungseinrichtungen ist eine wesentliche Transparenzverpflichtung im Rahmen des DSA. Er erm\u00f6glicht \u00f6ffentliche Kontrolle \u00fcber die Wirkung sozialer Netzwerke auf Gesundheit und Gesellschaft.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ab dem <strong>29. Oktober<\/strong> soll eine neue EU-Verordnung den Zugang zu diesen Daten gesetzlich garantieren. Plattformen, die sich verweigern, riskieren empfindliche Strafen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Meta droht eine der h\u00f6chsten Strafen der EU-Geschichte<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den US-Konzern <strong>Meta<\/strong>, zu dem <strong>Facebook<\/strong> und <strong>Instagram<\/strong> geh\u00f6ren, k\u00f6nnten die Konsequenzen enorm sein. Mit einem weltweiten Umsatz von <strong>164,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024<\/strong> entspr\u00e4che eine DSA-Strafe von sechs Prozent rund <strong>9,84 Milliarden Euro<\/strong>. Damit st\u00fcnde einer der gr\u00f6\u00dften Tech-Konzerne der Welt vor einer der <strong>h\u00f6chsten Sanktionen<\/strong>, die die EU je verh\u00e4ngt hat.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"882\" height=\"538\" src=\"https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/image-63.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9342\" srcset=\"https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/image-63.png 882w, https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/image-63-300x183.png 300w, https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/image-63-768x468.png 768w\" sizes=\"(max-width: 882px) 100vw, 882px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch <strong>TikTok<\/strong>, das Teil des chinesischen Konzerns <strong>ByteDance<\/strong> ist, k\u00f6nnte stark betroffen sein. Das Unternehmen erwirtschaftete allein durch <strong>In-App-K\u00e4ufe rund sechs Milliarden Euro<\/strong> im vergangenen Jahr. Analysten gehen davon aus, dass die EU-Kommission mit diesem Verfahren ein deutliches Signal an andere Plattformbetreiber senden will, dass <strong>mangelnde Kooperation k\u00fcnftig nicht mehr geduldet wird<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Sprecher der Kommission erkl\u00e4rte, man werde \u201ebei der Umsetzung des DSA konsequent und ohne Ausnahme handeln\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kritik an mangelhaften Meldewegen f\u00fcr illegale Inhalte<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Neben dem Datenzugang steht vor allem <strong>Meta<\/strong> wegen unzureichender Meldefunktionen f\u00fcr <strong>illegale Inhalte<\/strong> in der Kritik. Nutzer von <strong>Facebook<\/strong> und <strong>Instagram<\/strong> m\u00fcssten laut EU \u201ezu viele Schritte\u201c absolvieren, um terroristische oder strafbare Inhalte zu melden.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit versto\u00dfe der Konzern gegen die im DSA festgeschriebenen Anforderungen an eine <strong>\u201eleicht zug\u00e4ngliche und benutzerfreundliche\u201c Meldefunktion<\/strong>. Sollte Meta die Systeme nicht rasch anpassen, entf\u00e4llt der <strong>Haftungsschutz<\/strong> f\u00fcr von Dritten ver\u00f6ffentlichte Inhalte \u2013 eine juristische Eskalation, die das Unternehmen in Milliardenh\u00f6he treffen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Br\u00fcssel betont, dass soziale Netzwerke eine \u201eklare Verantwortung\u201c tragen, gef\u00e4hrliche Inhalte schnell zu entfernen und Missbrauch zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Digital Services Act \u2013 Europas Antwort auf Tech-Giganten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mit dem <strong>Digital Services Act<\/strong> will die EU erstmals einen verbindlichen Rechtsrahmen schaffen, der die Macht gro\u00dfer Onlineplattformen einschr\u00e4nkt. Der DSA verpflichtet Unternehmen zu <strong>Transparenz, Verbraucherschutz und gesellschaftlicher Verantwortung<\/strong>. F\u00fcr Plattformen mit mehr als <strong>45 Millionen EU-Nutzern<\/strong> gelten besonders hohe Anforderungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die EU-Kommission macht nun ernst. Schon vor Beginn des Verfahrens hatte Wettbewerbskommissarin <strong>Margrethe Vestager<\/strong> klargestellt: \u201eWer in Europa Gesch\u00e4fte macht, muss sich an europ\u00e4ische Regeln halten \u2013 egal, wie gro\u00df oder einflussreich das Unternehmen ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Vorgehen gegen <strong>Meta<\/strong> und <strong>TikTok<\/strong> wird von Experten als <strong>Pr\u00e4zedenzfall<\/strong> gesehen, der k\u00fcnftig den Umgang mit digitalen Daten in der gesamten EU pr\u00e4gen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unternehmen unter Zugzwang<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Sowohl <strong>Meta<\/strong> als auch <strong>TikTok<\/strong> haben nun Gelegenheit, auf die Vorw\u00fcrfe zu reagieren. In Br\u00fcssel rechnet man mit intensiven Verhandlungen in den kommenden Wochen. Sollten sich die Anschuldigungen best\u00e4tigen, drohen den Tech-Konzernen nicht nur milliardenschwere Geldbu\u00dfen, sondern auch <strong>massive Reputationssch\u00e4den<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die EU ist das Verfahren ein Pr\u00fcfstein, ob der <strong>Digital Services Act<\/strong> tats\u00e4chlich die versprochene Wirkung entfalten kann: mehr Kontrolle \u00fcber Plattformen, st\u00e4rkeren Schutz der Nutzer und klare Grenzen f\u00fcr Datenmissbrauch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Union ihren neuen Rechtsrahmen konsequent durchsetzt \u2013 und ob Meta und TikTok bereit sind, sich den europ\u00e4ischen Standards anzupassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission hat eine vorl\u00e4ufige Bewertung ver\u00f6ffentlicht, die den Internetgiganten Meta und TikTok erhebliche Konsequenzen bringen k\u00f6nnte. 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