{"id":9299,"date":"2025-10-22T10:56:55","date_gmt":"2025-10-22T14:56:55","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=9299"},"modified":"2025-10-22T10:56:56","modified_gmt":"2025-10-22T14:56:56","slug":"vda-warnt-vor-arbeitsplatzschwund-in-der-autoindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=9299","title":{"rendered":"VDA warnt vor Arbeitsplatzschwund in der Autoindustrie"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Seit 2019 \u00fcber 100.000 Stellen verloren<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die <strong>deutsche Automobilbranche<\/strong> befindet sich weiterhin in einer angespannten Lage. Nach Angaben des <strong>Verbands der Automobilindustrie (VDA)<\/strong> sind seit dem Jahr <strong>2019 rund 120.000 Arbeitspl\u00e4tze<\/strong> verloren gegangen. Besonders stark betroffen ist die <strong>Zulieferindustrie<\/strong>, die laut Verband einen R\u00fcckgang der Besch\u00e4ftigtenzahl um <strong>24 Prozent<\/strong> verzeichnete. Insgesamt z\u00e4hlt die Branche derzeit noch etwa <strong>716.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer<\/strong>.<br>\u201eDie Entwicklung ist besorgniserregend und zeigt keine Anzeichen einer Stabilisierung\u201c, erkl\u00e4rte <strong>VDA-Experte Manuel Kallweit<\/strong> auf dem <strong>Automotive Forum in Zwickau<\/strong>, bei dem \u00fcber <strong>300 Branchenvertreter<\/strong> \u00fcber die Zukunft der Industrie diskutierten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zulieferer unter Druck \u2013 Auftr\u00e4ge brechen ein<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Viele <strong>Zulieferbetriebe<\/strong> k\u00e4mpfen derzeit mit einem deutlichen <strong>Auftragsmangel<\/strong>. Laut einer aktuellen <strong>VDA-Erhebung<\/strong> liegt der Auftragseingang auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der <strong>Corona-Pandemie<\/strong>. Gleichzeitig belaste \u00fcberbordende <strong>B\u00fcrokratie<\/strong> die Unternehmen, die zunehmend Schwierigkeiten haben, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten.<br>Als weitere Belastungsfaktoren nennen die Betriebe <strong>unregelm\u00e4\u00dfige Abrufe von Kunden<\/strong>, <strong>steigende Abgaben<\/strong> und <strong>hohe Stromkosten<\/strong>. Die Folge: Zahlreiche Mittelst\u00e4ndler pr\u00fcfen, ob sie ihre Produktion umstellen oder in v\u00f6llig neue Gesch\u00e4ftsfelder einsteigen. Diskutiert werden unter anderem <strong>Recyclingl\u00f6sungen f\u00fcr Fahrzeugteile<\/strong>, der Ausbau von <strong>Sicherheits- und Verteidigungstechnik<\/strong> sowie die Entwicklung von Komponenten f\u00fcr das <strong>autonome Fahren<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eViele Zulieferer m\u00fcssen sich komplett neu erfinden, wenn sie \u00fcberleben wollen\u201c, sagte ein Teilnehmer der Konferenz. Der VDA dr\u00e4ngt deshalb auf politische Unterst\u00fctzung und eine deutliche <strong>Entlastung bei Verwaltungsvorgaben<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Elektromobilit\u00e4t stabilisiert die Produktion<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Trotz der Krise gibt es auch positive Signale. Die <strong>Produktion in Deutschland<\/strong> hat sich zuletzt stabilisiert \u2013 vor allem durch den starken Anstieg bei <strong>Elektrofahrzeugen<\/strong>. Nach VDA-Angaben geh\u00f6rt Deutschland inzwischen zu den f\u00fchrenden Standorten der Elektromobilit\u00e4t weltweit.<br>\u201eWir sind heute der <strong>zweitgr\u00f6\u00dfte Produzent von Elektroautos<\/strong> \u2013 nur <strong>China<\/strong> liegt vor uns\u201c, betonte <strong>Kallweit<\/strong>. Damit produziert die deutsche Industrie mehr E-Autos als die <strong>USA, Japan oder S\u00fcdkorea<\/strong>. Dieser Erfolg zeige, dass sich die milliardenschweren Investitionen der vergangenen Jahre auszahlen, auch wenn die Branche unter \u00dcberkapazit\u00e4ten und schwacher Nachfrage leide.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sachsen als Schrittmacher der Transformation<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Besonders <strong>Sachsen<\/strong> hat sich zu einem der wichtigsten Standorte der <strong>E-Mobilit\u00e4t<\/strong> in Europa entwickelt. Der Freistaat z\u00e4hlt laut VDA zu den <strong>zehn gr\u00f6\u00dften Produktionsregionen weltweit<\/strong> f\u00fcr Elektrofahrzeuge.<br>Im Mittelpunkt steht die <strong>Volkswagen-Fabrik in Zwickau<\/strong>, die als erster Standort im Konzern vollst\u00e4ndig auf Elektromodelle umgestellt wurde. Doch die Produktion l\u00e4uft dort nicht auf Volllast: Einige Fahrzeuglinien sollen k\u00fcnftig an andere Werke verlagert werden, was bei den Besch\u00e4ftigten f\u00fcr <strong>Verunsicherung<\/strong> sorgt.<br>\u201eViele Kolleginnen und Kollegen wissen nicht, ob ihr Arbeitsplatz in zwei Jahren noch existiert\u201c, hie\u00df es aus Unternehmenskreisen. Tats\u00e4chlich wird in Zwickau bereits seit Monaten <strong>Personal abgebaut<\/strong>, um sich an die sinkende Nachfrage anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Branche fordert steuerliche Entlastungen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der VDA dr\u00e4ngt auf <strong>verbindliche politische Ma\u00dfnahmen<\/strong>, um den Strukturwandel sozialvertr\u00e4glich zu gestalten. Eine zentrale Forderung ist die <strong>Verl\u00e4ngerung der Kfz-Steuerbefreiung f\u00fcr Elektrofahrzeuge<\/strong>, um die Nachfrage weiter anzukurbeln. Zudem m\u00fcsse die <strong>F\u00f6rderung von Ladeinfrastruktur und Batterietechnologie<\/strong> verstetigt werden.<br>\u201eDeutschland braucht Planungssicherheit, wenn es die Transformation bestehen will\u201c, sagte Kallweit. Die Bundesregierung m\u00fcsse daf\u00fcr sorgen, dass Innovationen und Besch\u00e4ftigung nicht auseinanderdriften.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch <strong>Dirk Vogel<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des <strong>s\u00e4chsischen Automobilzulieferer-Netzwerks AMZ<\/strong>, sieht die Branche an einem Wendepunkt. Zwar bleibe die Gesamtproduktion schwach, doch die Elektromobilit\u00e4t er\u00f6ffne langfristig neue Chancen. \u201eTrotz mancher Skepsis in der Bev\u00f6lkerung wird sich die E-Technologie weiter durchsetzen. Die Nachfrage nach Elektroautos wird weiter steigen\u201c, so Vogel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Industrie zwischen Aufbruch und Arbeitsplatzsorge<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die deutsche Autoindustrie steht vor einer doppelten Herausforderung: Sie muss einerseits ihre <strong>technologische F\u00fchrungsrolle<\/strong> im globalen Wettbewerb sichern, andererseits drohen durch den Wandel zum Elektroantrieb <strong>Tausende weitere Jobs<\/strong> wegzufallen. Besonders <strong>mittelst\u00e4ndische Zulieferer<\/strong> geraten in Bedr\u00e4ngnis, weil viele Komponenten f\u00fcr Verbrennungsmotoren k\u00fcnftig \u00fcberfl\u00fcssig werden.<br>Der Verband fordert deshalb gezielte <strong>Transformationshilfen<\/strong> f\u00fcr betroffene Regionen und Unternehmen. Nur so k\u00f6nne der Strukturwandel bew\u00e4ltigt werden, ohne die industrielle Basis des Landes zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 2019 \u00fcber 100.000 Stellen verloren Die deutsche Automobilbranche befindet sich weiterhin in einer angespannten Lage. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sind seit dem Jahr 2019 rund 120.000 Arbeitspl\u00e4tze verloren gegangen. Besonders stark betroffen ist die Zulieferindustrie, die laut Verband einen R\u00fcckgang der Besch\u00e4ftigtenzahl um 24 Prozent verzeichnete. 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