{"id":8971,"date":"2025-09-18T14:28:03","date_gmt":"2025-09-18T18:28:03","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=8971"},"modified":"2025-09-18T14:28:03","modified_gmt":"2025-09-18T18:28:03","slug":"bundestag-genehmigt-rekordschulden-fuer-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=8971","title":{"rendered":"Bundestag genehmigt Rekordschulden f\u00fcr 2025"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Etat mit h\u00f6chster Neuverschuldung seit Jahrzehnten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nach monatelangen Verz\u00f6gerungen hat der <strong>Bundestag<\/strong> den Bundeshaushalt f\u00fcr <strong>2025<\/strong> verabschiedet \u2013 und setzt dabei auf eine nie dagewesene Neuverschuldung. Insgesamt steigt der Kreditbedarf auf <strong>140 Milliarden Euro<\/strong>, ein Wert, der die bisherigen Dimensionen sprengt. Der <strong>Kernhaushalt<\/strong> weist ein Defizit von <strong>81,8 Milliarden Euro<\/strong> auf. Hinzu kommen weitere Milliarden f\u00fcr <strong>Bundeswehr<\/strong> und <strong>Infrastrukturprogramme<\/strong>. Damit belaufen sich die Gesamtausgaben auf <strong>502,5 Milliarden Euro<\/strong>, rund <strong>25 Milliarden Euro<\/strong> mehr als im Vorjahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung fiel in einer <strong>namentlichen Abstimmung<\/strong>: <strong>324 Abgeordnete<\/strong> stimmten zu, <strong>269<\/strong> lehnten ab. Parallel setzte das Parlament endg\u00fcltig das gigantische <strong>Sonderverm\u00f6gen \u00fcber 500 Milliarden Euro<\/strong> f\u00fcr Infrastruktur und Klimaprojekte in Kraft. Dieses wurde bereits im Fr\u00fchjahr durch eine <strong>Grundgesetz\u00e4nderung<\/strong> erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sozialetat verschlingt den gr\u00f6\u00dften Teil der Mittel<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der L\u00f6wenanteil des Etats entf\u00e4llt auf das <strong>Arbeits- und Sozialministerium<\/strong>, das mit <strong>190 Milliarden Euro<\/strong> nahezu ein Drittel der Gesamtausgaben beansprucht. Allein die <strong>Rentenversicherung<\/strong> wird mit <strong>117 Milliarden Euro<\/strong> gest\u00fctzt. F\u00fcr das <strong>B\u00fcrgergeld<\/strong> kalkuliert die Regierung <strong>42,6 Milliarden Euro<\/strong> \u2013 ein Kostenblock, der erneut hohe Debatten ausl\u00f6ste.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verteidigungsausgaben erreichen historische Dimension<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Besonders stark steigen die Ausgaben im Bereich der <strong>Landesverteidigung<\/strong>. Der <strong>Kernetat<\/strong> sieht \u00fcber <strong>62 Milliarden Euro<\/strong> vor, hinzu kommen <strong>24 Milliarden Euro<\/strong> aus dem bereits beschlossenen <strong>100-Milliarden-Sonderfonds<\/strong>. Damit soll die <strong>NATO-Quote<\/strong> im kommenden Jahr <strong>2,4 Prozent<\/strong> des Bruttoinlandsprodukts erreichen. Ein Schritt, den Bef\u00fcrworter als sicherheitspolitische Notwendigkeit feiern \u2013 Kritiker hingegen sehen eine massive Aufbl\u00e4hung des Milit\u00e4retats auf Kosten anderer Politikfelder.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Milliardenfonds f\u00fcr Klimaschutz und Infrastruktur<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das gigantische <strong>Infrastruktur-Sonderverm\u00f6gen<\/strong> in H\u00f6he von <strong>500 Milliarden Euro<\/strong> gilt als Herzst\u00fcck der langfristigen Investitionsstrategie. F\u00fcr das laufende Jahr stehen <strong>37 Milliarden Euro<\/strong> bereit. Die Mittel sollen in den <strong>Klima- und Transformationsfonds<\/strong> flie\u00dfen, ebenso wie in den Ausbau der <strong>Verkehrsnetze<\/strong>. Besonders die marode <strong>Deutsche Bahn<\/strong> gilt als Gro\u00dfempf\u00e4nger der Gelder.<\/p>\n\n\n\n<p>Finanzminister <strong>Lars Klingbeil (SPD)<\/strong> erkl\u00e4rte: \u201eWir sichern die Handlungsf\u00e4higkeit des Staates und investieren massiv in die Zukunft unseres Landes.\u201c Doch die Opposition warnt, dass der Staatshaushalt l\u00e4ngst aus den Fugen geraten sei und mit immer neuen Krediten lediglich Zeit gekauft werde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Lockerung der Schuldenbremse sorgt f\u00fcr Kontroversen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Besondere Brisanz erh\u00e4lt die Entscheidung durch die Neuregelung der <strong>Schuldenbremse<\/strong>. Das begleitende Gesetz erlaubt k\u00fcnftig Ausgaben f\u00fcr <strong>Verteidigung, Geheimdienste, Bev\u00f6lkerungsschutz<\/strong> und Hilfen f\u00fcr angegriffene Staaten au\u00dferhalb der Schuldenbegrenzung, wenn diese <strong>mehr als ein Prozent der Wirtschaftsleistung<\/strong> betragen. Kritiker sehen darin einen schleichenden Bruch der Haushaltsdisziplin, Bef\u00fcrworter eine notwendige Anpassung an globale Krisen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kurzlebiger Etat wegen versp\u00e4teter Verabschiedung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Makel: Der neue Haushalt tritt offiziell erst nach der Zustimmung des <strong>Bundesrats am 26. September<\/strong> in Kraft \u2013 und gilt damit nur noch f\u00fcr etwa drei Monate, bevor bereits der n\u00e4chste Etat beschlossen werden muss. Bis dahin regierte der Bund unter der Notl\u00f6sung der <strong>vorl\u00e4ufigen Haushaltsf\u00fchrung<\/strong>, die Ausgaben stark beschr\u00e4nkt hatte.Schon in der kommenden Woche soll der <strong>Entwurf f\u00fcr 2026<\/strong> in den Bundestag eingebracht werden. Die Regierung plant, diesen bis Jahresende zu verabschieden, um eine erneute Verz\u00f6gerung wie in diesem Jahr zu vermeiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Etat mit h\u00f6chster Neuverschuldung seit Jahrzehnten Nach monatelangen Verz\u00f6gerungen hat der Bundestag den Bundeshaushalt f\u00fcr 2025 verabschiedet \u2013 und setzt dabei auf eine nie dagewesene Neuverschuldung. Insgesamt steigt der Kreditbedarf auf 140 Milliarden Euro, ein Wert, der die bisherigen Dimensionen sprengt. Der Kernhaushalt weist ein Defizit von 81,8 Milliarden Euro auf. 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