{"id":8460,"date":"2025-07-21T08:48:03","date_gmt":"2025-07-21T12:48:03","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=8460"},"modified":"2025-07-21T08:48:03","modified_gmt":"2025-07-21T12:48:03","slug":"bruessel-will-firmen-und-mietwagen-ab-2030-auf-elektro-zwingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=8460","title":{"rendered":"Br\u00fcssel will Firmen- und Mietwagen ab 2030 auf Elektro zwingen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pl\u00e4ne der Kommission betreffen Millionen Neufahrzeuge<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die <strong>Europ\u00e4ische Kommission<\/strong> arbeitet an einer neuen Vorschrift, die bereits <strong>ab dem Jahr 2030<\/strong> die <strong>Zulassung von Verbrennern bei Miet- und Dienstfahrzeugen<\/strong> untersagen k\u00f6nnte. Das Vorhaben w\u00fcrde den Automarkt deutlich fr\u00fcher ver\u00e4ndern als das offiziell f\u00fcr <strong>2035 vorgesehene Aus<\/strong> f\u00fcr Pkw mit Benzin- oder Dieselmotor. Laut internen Sch\u00e4tzungen betrifft der Plan rund <strong>60 Prozent aller Neuwagenzulassungen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Das entsprechende Vorhaben, das sich noch in der Ausarbeitung befindet, soll demnach gro\u00dfe Teile des gewerblichen Fahrzeugbestands zur <strong>Elektrifizierung zwingen<\/strong>. Als Begr\u00fcndung nennt die Kommission die Notwendigkeit, den <strong>CO\u2082-Aussto\u00df im Verkehrssektor<\/strong> schneller zu reduzieren. Erste Entw\u00fcrfe der geplanten Ma\u00dfnahme sollen noch <strong>vor Ende des Sommers 2025<\/strong> ver\u00f6ffentlicht und in den legislativen Prozess eingebracht werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fahrzeugverleiher und Fuhrparkbetreiber alarmiert<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In der Branche schl\u00e4gt der Plan bereits hohe Wellen. Autovermieter und Fuhrparkmanager \u00e4u\u00dfern <strong>massive Bedenken<\/strong> wegen der Umsetzbarkeit und der wirtschaftlichen Folgen. Das Hauptproblem sehen viele in der <strong>fehlenden Ladeinfrastruktur<\/strong> sowie in der <strong>geringen Reichweite vieler Stromfahrzeuge<\/strong>, die vor allem im Alltagsbetrieb bei gewerblichen Kunden kritisch sei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nico Gabriel<\/strong>, Vorstand bei <strong>Sixt<\/strong>, \u00e4u\u00dferte laut Medien: \u201e<strong>Die meisten Urlauber werden auf Mietwagen verzichten, Leasing f\u00fcr Privatkunden wird kaum noch attraktiv sein.<\/strong>\u201c Hintergrund dieser Aussage ist, dass die Umstellung auf E-Mobilit\u00e4t bei gleichzeitig hohem Kostendruck viele Anbieter zu <strong>Preisanpassungen<\/strong> zwingen d\u00fcrfte. Damit w\u00fcrden Mietwagen f\u00fcr den Endkunden erheblich teurer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die bereits jetzt r\u00fcckl\u00e4ufige Zahl von E-Fahrzeugen in vielen Flotten zeigt zudem, dass Anbieter auf <strong>praktische Nutzbarkeit<\/strong> setzen \u2013 und diese sehen sie bei vollelektrischen Fahrzeugen derzeit nicht ausreichend gegeben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verdeckter Vorgriff auf das allgemeine Verbrenner-Aus<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die politische Kommunikation weiter auf das offizielle <strong>Ausstiegsdatum 2035<\/strong> verweist, wirkt die geplante Regelung f\u00fcr Miet- und Firmenfahrzeuge wie ein <strong>faktischer Vorgriff<\/strong>. Da Unternehmen und Autovermieter gro\u00dfe Teile des Neuwagenmarktes bestimmen, w\u00fcrden bereits in f\u00fcnf Jahren fast ausschlie\u00dflich <strong>Elektrofahrzeuge<\/strong> in diesen Bereichen zugelassen.<\/p>\n\n\n\n<p>2024 wurden in der Europ\u00e4ischen Union etwa <strong>10,6 Millionen Neuwagen<\/strong> verkauft. Nach EU-Sch\u00e4tzungen sind <strong>\u00fcber die H\u00e4lfte<\/strong> davon Flottenfahrzeuge, die im Rahmen von Firmenprogrammen oder Leasingsystemen betrieben werden. Ein Zulassungsverbot f\u00fcr neue Verbrenner ab 2030 in diesem Segment w\u00e4re also ein <strong>massiver Eingriff<\/strong> in den Markt \u2013 mit erheblichen Folgekosten f\u00fcr Kunden, Lieferanten und Werkst\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Politische Uneinigkeit wird von Regulierung \u00fcberholt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Noch vor wenigen Monaten galt die <strong>Zukunft des Verbrennerverbots<\/strong> als umstritten. Verschiedene Akteure innerhalb der EU wollten das Aus entweder verz\u00f6gern oder ganz zur\u00fccknehmen. In zentralen Papieren zum Thema <strong>CO\u2082-Flottengrenzwerte<\/strong> fehlte zuletzt ein klares Bekenntnis zum 2035-Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Die nun geplante Regelung f\u00fcr Firmenflotten umgeht diese Debatte offenbar gezielt. Ohne die breite \u00d6ffentlichkeit direkt zu treffen, wird der Markt <strong>strukturell vorgepr\u00e4gt<\/strong> \u2013 in der Hoffnung, dass sich der Wandel durch Unternehmen schneller durchsetzt. Gleichzeitig wird mit dem <strong>Schein der Freiwilligkeit<\/strong> operiert: Privatpersonen k\u00f6nnten weiterhin Verbrenner kaufen, doch deren Verf\u00fcgbarkeit und Wirtschaftlichkeit w\u00e4ren stark eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits in den kommenden Monaten k\u00f6nnte die <strong>Kommission den Gesetzesentwurf vorstellen<\/strong>, bevor <strong>Rat und Parlament<\/strong> im Laufe von 2026 dar\u00fcber entscheiden. Sollte der Vorsto\u00df angenommen werden, blieben Herstellern, Autovermietern und Flottenbetreibern nur wenige Jahre zur vollst\u00e4ndigen Umstellung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pl\u00e4ne der Kommission betreffen Millionen Neufahrzeuge Die Europ\u00e4ische Kommission arbeitet an einer neuen Vorschrift, die bereits ab dem Jahr 2030 die Zulassung von Verbrennern bei Miet- und Dienstfahrzeugen untersagen k\u00f6nnte. Das Vorhaben w\u00fcrde den Automarkt deutlich fr\u00fcher ver\u00e4ndern als das offiziell f\u00fcr 2035 vorgesehene Aus f\u00fcr Pkw mit Benzin- oder Dieselmotor. 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