{"id":7976,"date":"2025-06-03T09:17:36","date_gmt":"2025-06-03T13:17:36","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=7976"},"modified":"2025-06-03T09:17:37","modified_gmt":"2025-06-03T13:17:37","slug":"firmeninsolvenzen-in-deutschland-auf-rekordniveau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=7976","title":{"rendered":"Firmeninsolvenzen in Deutschland auf Rekordniveau"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Creditreform warnt vor weiterer Zuspitzung im Jahr 2025<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die <strong>wirtschaftliche Stabilit\u00e4t deutscher Unternehmen<\/strong> ger\u00e4t zunehmend unter Druck. Wie aus aktuellen Daten der <strong>Creditreform Rating GmbH<\/strong> hervorgeht, ist die <strong>Ausfallquote<\/strong> von Unternehmen im Jahr <strong>2024<\/strong> deutlich gestiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anteil insolventer Firmen belief sich auf <strong>1,78\u202fProzent<\/strong>, gegen\u00fcber <strong>1,49\u202fProzent<\/strong> im Jahr zuvor \u2013 ein Anstieg, der laut Analysten Besorgnis ausl\u00f6st. F\u00fcr <strong>2025<\/strong> erwartet die Agentur einen weiteren Zuwachs auf <strong>2,04\u202fProzent<\/strong>, was dem Stand w\u00e4hrend der <strong>Weltfinanzkrise<\/strong> gleichk\u00e4me.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Konjunkturschw\u00e4che f\u00fchrt zu mehr Firmenzusammenbr\u00fcchen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung von <strong>Benjamin Mohr<\/strong>, der zur Gesch\u00e4ftsleitung der Ratingagentur geh\u00f6rt, sei die Lage das Resultat mehrerer negativer Einfl\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDie Gr\u00fcnde liegen in einer schwachen Investitionsbereitschaft, strukturellen Problemen im Industriesektor und Belastungen durch den internationalen Handel, etwa durch US-Z\u00f6lle.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem der <strong>Exportsektor<\/strong> leidet unter verschlechterten Bedingungen. Gleichzeitig ist der <strong>Binnenkonsum<\/strong> infolge von Inflation und Kaufkraftverlust weiter ged\u00e4mpft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>H\u00f6chster Wert seit mehr als zehn Jahren<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die aktuellen Zahlen markieren den <strong>h\u00f6chsten Stand der Unternehmensausf\u00e4lle seit 2013<\/strong>. Damals wie heute zeichnete sich eine Phase wirtschaftlicher Unsicherheit ab, wenn auch unter anderen Vorzeichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sollte sich die Entwicklung fortsetzen, w\u00e4re das Jahr 2025 das erste seit <strong>2009<\/strong>, in dem die <strong>Zwei-Prozent-Marke<\/strong> wieder \u00fcberschritten wird. F\u00fcr viele Unternehmen k\u00f6nnte das das Ende ihrer wirtschaftlichen Tragf\u00e4higkeit bedeuten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vor allem Mittelstand stark betroffen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Besonders <strong>kleine und mittlere Unternehmen<\/strong> zeigen sich anf\u00e4llig f\u00fcr diese Entwicklungen. Sie verf\u00fcgen h\u00e4ufig \u00fcber <strong>geringere finanzielle Reserven<\/strong>, w\u00e4hrend gleichzeitig hohe Betriebskosten und strukturelle Transformationen \u2013 etwa in der Digitalisierung \u2013 anstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Analyst fasste die Lage wie folgt zusammen:<br><strong>\u201eWenn sich die Rahmenbedingungen nicht verbessern, wird das Insolvenzgeschehen weiter zunehmen.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Allianz Trade warnt vor deutlich mehr Firmenpleiten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der <strong>Kreditversicherer Allianz Trade<\/strong> rechnet in seiner aktuellen Analyse mit einem sp\u00fcrbaren Anstieg der <strong>Unternehmensinsolvenzen in Deutschland<\/strong>. Bereits im laufenden Jahr <strong>2025<\/strong> sollen laut Prognose <strong>rund 24.400 F\u00e4lle<\/strong> gez\u00e4hlt werden \u2013 ein Plus von <strong>11\u202fProzent<\/strong> gegen\u00fcber dem Vorjahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch im M\u00e4rz hatte man lediglich mit einem <strong>Anstieg von zehn Prozent<\/strong> gerechnet. Die aktualisierte Erwartung zeigt, wie <strong>dynamisch sich die Lage verschlechtert<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wirtschaftliche Schw\u00e4che und Z\u00f6lle belasten Firmen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Als Gr\u00fcnde f\u00fcr die zunehmende Insolvenzgefahr nennt die Studie vor allem die <strong>anhaltende Konjunkturflaute<\/strong> sowie <strong>internationale Handelskonflikte<\/strong>. Die Auswirkungen von <strong>Zollma\u00dfnahmen<\/strong> \u2013 insbesondere zwischen den gro\u00dfen Wirtschaftsbl\u00f6cken \u2013 verteuern Importe und Rohstoffe.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Analyst von Allianz Trade erkl\u00e4rte:<br><strong>\u201eDurch die Zollspirale steigen Insolvenzen 2025 in der Bundesrepublik um voraussichtlich elf Prozent.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Betriebe geraten unter Druck, da sie Preiserh\u00f6hungen nicht vollst\u00e4ndig an Kunden weitergeben k\u00f6nnen und gleichzeitig mit sinkender Nachfrage zu k\u00e4mpfen haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zunahme auch bei gro\u00dfen Firmenpleiten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung betrifft nicht nur kleine und mittlere Unternehmen. Auch bei <strong>Gro\u00dfinsolvenzen<\/strong> zeigt sich eine bedenkliche Tendenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Im ersten Quartal <strong>2025<\/strong> wurden weltweit <strong>122 gro\u00dfe Unternehmenspleiten<\/strong> registriert \u2013 das entspricht mehr als <strong>einer pro Tag<\/strong>. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das einen Anstieg um <strong>14\u202fProzent<\/strong> oder <strong>15 zus\u00e4tzliche F\u00e4lle<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders betroffen ist <strong>Westeuropa<\/strong>, wo <strong>74 der 122 Gro\u00dfinsolvenzen<\/strong> gez\u00e4hlt wurden \u2013 ein <strong>Zuwachs von 16\u202fProzent<\/strong>. Damit entf\u00e4llt ein Anteil von <strong>61\u202fProzent<\/strong> aller weltweit erfassten gro\u00dfen Firmenzusammenbr\u00fcche auf diese Region.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weiterer Anstieg auch 2026 erwartet<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr das kommende Jahr sieht Allianz Trade <strong>keine Entspannung<\/strong>. F\u00fcr <strong>2026<\/strong> wird ein erneuter Anstieg der deutschen Insolvenzzahlen um weitere <strong>drei Prozent<\/strong> prognostiziert \u2013 auf insgesamt <strong>25.050 F\u00e4lle<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit d\u00fcrfte sich der negative Trend fortsetzen. Die Studie warnt, dass insbesondere in kapitalintensiven Branchen wie Industrie und Logistik <strong>erh\u00f6hte Risiken bestehen<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Creditreform warnt vor weiterer Zuspitzung im Jahr 2025 Die wirtschaftliche Stabilit\u00e4t deutscher Unternehmen ger\u00e4t zunehmend unter Druck. Wie aus aktuellen Daten der Creditreform Rating GmbH hervorgeht, ist die Ausfallquote von Unternehmen im Jahr 2024 deutlich gestiegen. 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