{"id":7605,"date":"2025-04-23T10:41:01","date_gmt":"2025-04-23T14:41:01","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=7605"},"modified":"2025-04-23T10:41:01","modified_gmt":"2025-04-23T14:41:01","slug":"apple-und-meta-geraten-wegen-eu-gesetz-unter-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=7605","title":{"rendered":"Apple und Meta geraten wegen EU-Gesetz unter Druck"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Digitale Marktregeln erstmals mit Strafen durchgesetzt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die <strong>EU-Kommission<\/strong> hat zum ersten Mal empfindliche Geldstrafen auf Basis des <strong>Digital Markets Act (DMA)<\/strong> ausgesprochen. <strong>Apple<\/strong> muss <strong>500 Millionen Euro<\/strong>, <strong>Meta<\/strong> (Mutterkonzern von Facebook und Instagram) <strong>200 Millionen Euro<\/strong> zahlen. Der Grund: Beide Konzerne sollen ihre <strong>Marktmacht zum Nachteil anderer Anbieter ausgenutzt<\/strong> haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Apple behindert laut EU den freien Wettbewerb<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der Fall Apple betrifft laut EU-Kommission die <strong>einseitige Kontrolle \u00fcber App-Angebote im eigenen Store<\/strong>. <strong>Entwickler d\u00fcrfen nicht ausreichend auf externe Angebote hinweisen<\/strong>, was aus Sicht der Beh\u00f6rde dazu f\u00fchrt, dass Nutzer <strong>nicht von besseren Konditionen au\u00dferhalb des Apple-\u00d6kosystems profitieren<\/strong> k\u00f6nnen. Damit werde der Wettbewerb massiv eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh7-rt.googleusercontent.com\/docsz\/AD_4nXeHF4LBS3lc2T4YtPfil8GZMtajYbUzBT28gIBgHXWAEDb_3JqNG2QG3mq3t0BH_RP4pdjJxYAdGKOMg9r3E5IDpvH6QrVpNhK7XOJ_nJAGe3fJHtVj_dx1ptU_8sT35Ef31jwDIw?key=4QBCStLFNEvZ2qEXc6wQTizq\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>\u201eNutzer m\u00fcssen Zugang zu alternativen Angeboten haben, ohne systematisch daran gehindert zu werden\u201c<\/strong>, so ein Sprecher der Kommission.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Metas Gesch\u00e4ftsmodell im Visier der Beh\u00f6rden<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Auch <strong>Meta<\/strong> steht in der Kritik \u2013 hier geht es um das Modell, bei dem Nutzer zwischen <strong>bezahltem Verzicht auf Werbung<\/strong> oder <strong>kostenlosem Zugang mit personalisierter Werbung<\/strong> w\u00e4hlen m\u00fcssen. Die Kommission sieht darin <strong>eine unangemessene Einschr\u00e4nkung der Privatsph\u00e4re<\/strong>, da Nutzer <strong>keine echte Wahl haben, datensparsam zu agieren<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh7-rt.googleusercontent.com\/docsz\/AD_4nXfCB0LOVquJoDs98i3GyzIvOET_AB4jCwhCrL7MMO5SdWQPAo3MAZXB6PjPxMAN29vYxQFewY_yCHm_JdJnpakPBRYS6RM_ZmPcgvAAO8VyKZY8Lx_z4QbeB8B50vKu1pgd-CgWRw?key=4QBCStLFNEvZ2qEXc6wQTizq\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Geldstrafe gegen Meta bezieht sich auf die Zeit zwischen <strong>M\u00e4rz und November 2024<\/strong>, bevor ein <strong>neues, weniger datengreifendes Werbemodell<\/strong> eingef\u00fchrt wurde. Die Kommission pr\u00fcft derzeit, ob diese Anpassung ausreicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Apple wehrt sich \u2013 Meta schweigt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Meta bisher keine detaillierte Stellungnahme abgegeben hat, geht Apple in die Offensive. In einer Erkl\u00e4rung hei\u00dft es: <strong>\u201eDie EU verlangt von uns, Technologien kostenlos bereitzustellen, f\u00fcr deren Entwicklung wir erhebliche Ressourcen aufgewendet haben.\u201c<\/strong> Man sei der Meinung, dass die Kommission die Anforderungen <strong>laufend \u00e4ndere<\/strong> und sich dabei \u00fcber bereits erreichte Fortschritte hinwegsetze.<\/p>\n\n\n\n<p>Apple k\u00fcndigte an, <strong>gegen die Entscheidung juristisch vorzugehen<\/strong> und die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der Strafe \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Politische Auswirkungen nicht ausgeschlossen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In den USA sorgt die Entscheidung in Br\u00fcssel f\u00fcr wachsenden Unmut. Vertreter wie <strong>Andrew Ferguson<\/strong> kritisieren die Ma\u00dfnahmen als Teil einer <strong>EU-Strategie zur Schw\u00e4chung amerikanischer Unternehmen<\/strong>. Parallel dazu denkt die EU \u00fcber <strong>weitere Regulierungsma\u00dfnahmen<\/strong>, wie etwa Abgaben auf digitale Werbeeinnahmen, nach.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hohe Summen \u2013 doch Luft nach oben bleibt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Trotz der H\u00f6he der Strafen handelt es sich gemessen am Umsatz der Konzerne um <strong>moderate Betr\u00e4ge<\/strong>. <strong>Apple erzielte 2023 rund 370 Milliarden Euro Umsatz<\/strong>, <strong>Meta rund 165 Milliarden Dollar<\/strong>. Laut DMA k\u00f6nnten jedoch bei k\u00fcnftigen Verst\u00f6\u00dfen <strong>Strafen bis zu 10 oder sogar 20 Prozent des Jahresumsatzes<\/strong> verh\u00e4ngt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Strafen gegen Apple und Meta markieren damit <strong>erst den Anfang<\/strong> einer neuen Phase der <strong>digitalen Marktregulierung in Europa<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitale Marktregeln erstmals mit Strafen durchgesetzt Die EU-Kommission hat zum ersten Mal empfindliche Geldstrafen auf Basis des Digital Markets Act (DMA) ausgesprochen. Apple muss 500 Millionen Euro, Meta (Mutterkonzern von Facebook und Instagram) 200 Millionen Euro zahlen. Der Grund: Beide Konzerne sollen ihre Marktmacht zum Nachteil anderer Anbieter ausgenutzt haben. 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