{"id":7049,"date":"2025-03-03T09:40:35","date_gmt":"2025-03-03T14:40:35","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=7049"},"modified":"2025-03-03T09:40:36","modified_gmt":"2025-03-03T14:40:36","slug":"insolvenz-des-digitalversicherers-element","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=7049","title":{"rendered":"Insolvenz des Digitalversicherers Element"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kunden verlieren Versicherungsschutz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Berliner <strong>Digitalversicherer Element<\/strong> steht endg\u00fcltig vor dem Aus. Wie der vorl\u00e4ufige Insolvenzverwalter <strong>Friedemann Schade<\/strong> dem \u201eHandelsblatt\u201c mitteilte, sei eine Rettung des Unternehmens nicht mehr m\u00f6glich. Auf die Frage, ob die Insolvenz noch abzuwenden sei, antwortete Schade unmissverst\u00e4ndlich mit <strong>\u201eNein!\u201c<\/strong>. Das <strong>endg\u00fcltige Insolvenzverfahren<\/strong> soll Anfang M\u00e4rz starten, nachdem das <strong>Amtsgericht Charlottenburg<\/strong> bereits am 8. Januar ein vorl\u00e4ufiges Verfahren eingeleitet hatte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verbraucher von Insolvenz betroffen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die <strong>Insolvenz von Element<\/strong> trifft nicht nur Investoren, sondern auch zahlreiche Kunden. Der Versicherer, der haupts\u00e4chlich als <strong>White-Label-Anbieter<\/strong> t\u00e4tig war, konnte seine Gesch\u00e4fte nicht profitabel betreiben. Besonders schwer wog die <strong>K\u00fcndigung eines wichtigen R\u00fcckversicherers<\/strong>, die die finanzielle Situation des Unternehmens zus\u00e4tzlich belastete.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens verlieren die Kunden ihren <strong>Versicherungsschutz automatisch<\/strong> \u2013 eine separate K\u00fcndigung ist nicht notwendig. <strong>Verbrauchersch\u00fctzer und die Finanzaufsicht Bafin<\/strong> haben deshalb bereits vor Wochen dazu geraten, bestehende Vertr\u00e4ge zu \u00fcberpr\u00fcfen und sich gegebenenfalls um eine neue Versicherung zu k\u00fcmmern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vertr\u00e4ge h\u00e4ufig \u00fcber Partner abgeschlossen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Viele Versicherte wussten vermutlich nicht einmal, dass ihre Policen von Element stammen, da der Versicherer oft als <strong>White-Label-Anbieter<\/strong> in Zusammenarbeit mit anderen Versicherern und Vermittlern auftrat. Zu den Partnern z\u00e4hlen laut dem <strong>Bund der Versicherten (BdV)<\/strong> unter anderem <strong>Autoprotect, Asspario, Die Bayerische, Panda und Friday<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einige Kunden k\u00f6nnte es jedoch Hoffnung geben: So plant der Versicherer <strong>Hepster<\/strong>, die Vertr\u00e4ge von Element auf einen neuen Risikotr\u00e4ger zu \u00fcbertragen. Auch <strong>Panda<\/strong> hat nach eigenen Angaben bereits einen Versicherer gefunden, der die Best\u00e4nde \u00fcbernehmen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Investoren verlieren Millionen \u2013 Zahn\u00e4rztekammer betroffen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die <strong>Insolvenz von Element<\/strong> bedeutet auch erhebliche Verluste f\u00fcr die Investoren. Besonders betroffen ist das <strong>Versorgungswerk der Zahn\u00e4rztekammer Berlin<\/strong>, das mit mehr als <strong>80 Prozent<\/strong> an Element beteiligt ist und \u00fcber <strong>50 Millionen Euro<\/strong> in das Unternehmen investiert hat. Trotz dieser Verluste betonte das Versorgungswerk, dass es weiterhin <strong>solide aufgestellt<\/strong> sei. Eine <strong>externe Anwaltskanzlei<\/strong> soll nun pr\u00fcfen, wie es zu der finanziellen Schieflage kommen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDie wirtschaftliche Lage von Element war von Anfang an schwierig\u201c,<\/strong> erkl\u00e4rte ein Insider. Die hohen Investitionen und die Schwierigkeiten, den <strong>Break-even-Punkt<\/strong> zu erreichen, h\u00e4tten letztlich zur Insolvenz gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Herausforderungen f\u00fcr Insurtech-Start-ups<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Pleite von Element zeigt, wie schwer es <strong>Insurtech-Start-ups<\/strong> haben, sich auf dem Markt zu behaupten. Trotz gro\u00dfer Finanzspritzen gelang es dem Unternehmen nicht, <strong>nachhaltig profitabel<\/strong> zu wirtschaften. Die Abh\u00e4ngigkeit von R\u00fcckversicherern und die hohen Kosten erwiesen sich als zu gro\u00dfe Belastung.<\/p>\n\n\n\n<p>In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob andere Anbieter die Vertr\u00e4ge der Kunden \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Klar ist jedoch: <strong>Die Insolvenz von Element ist ein R\u00fcckschlag f\u00fcr die deutsche Insurtech-Branche<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kunden verlieren Versicherungsschutz Der Berliner Digitalversicherer Element steht endg\u00fcltig vor dem Aus. Wie der vorl\u00e4ufige Insolvenzverwalter Friedemann Schade dem \u201eHandelsblatt\u201c mitteilte, sei eine Rettung des Unternehmens nicht mehr m\u00f6glich. Auf die Frage, ob die Insolvenz noch abzuwenden sei, antwortete Schade unmissverst\u00e4ndlich mit \u201eNein!\u201c. 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