{"id":5595,"date":"2024-11-20T10:33:53","date_gmt":"2024-11-20T15:33:53","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=5595"},"modified":"2025-02-24T10:18:20","modified_gmt":"2025-02-24T15:18:20","slug":"bgh-kunden-koennen-gebuehren-zurueckfordern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=5595","title":{"rendered":"BGH: Kunden k\u00f6nnen Geb\u00fchren zur\u00fcckfordern"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Bundesgerichtshof (BGH) hat erneut zugunsten von Bankkunden entschieden. Geb\u00fchren, die ohne ausdr\u00fcckliche Zustimmung erhoben wurden, k\u00f6nnen auch nach l\u00e4ngerer Zeit zur\u00fcckgefordert werden. Dieses Urteil betrifft viele Kunden, da zahlreiche Banken in den letzten Jahren ihre Preise erh\u00f6ht haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Geb\u00fchren ohne Zustimmung unzul\u00e4ssig<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Bereits 2021 hatte der BGH entschieden, dass Banken und Sparkassen Geb\u00fchrenerh\u00f6hungen nur mit der aktiven Zustimmung ihrer Kunden vornehmen d\u00fcrfen. Bisher hatten viele Institute Stillschweigen als Zustimmung gewertet, was vom Gericht als rechtswidrig eingestuft wurde. Nun kl\u00e4rte der BGH, dass betroffene Kunden auch Jahre sp\u00e4ter unrechtm\u00e4\u00dfige Geb\u00fchren zur\u00fcckfordern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Fall im Fokus<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Kunde klagte gegen seine Sparkasse, die ab 2018 Geb\u00fchren f\u00fcr ein zuvor kostenloses Girokonto verlangte, ohne seine aktive Zustimmung einzuholen. Erst 2021 forderte er die R\u00fcckzahlung der gezahlten Geb\u00fchren. W\u00e4hrend die Vorinstanz die Klage aufgrund einer vermeintlichen dreij\u00e4hrigen Verj\u00e4hrungsfrist abwies, entschied der BGH nun, dass diese Frist hier nicht gilt. Der Kl\u00e4ger erhielt die vollen 192 Euro zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr Kunden?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Urteil st\u00e4rkt die Rechte von Millionen Bankkunden. Sie k\u00f6nnen Geb\u00fchren, die ohne Zustimmung erhoben wurden, nun auch nachtr\u00e4glich beanstanden. \u201eEs ist grunds\u00e4tzlich in Ordnung, dass Banken Geb\u00fchren f\u00fcr Konten verlangen\u201c, erkl\u00e4rt Christian Urban von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Doch solche \u00c4nderungen m\u00fcssen transparent und rechtlich korrekt erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Optionen f\u00fcr Kunden<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wer mit gestiegenen Geb\u00fchren unzufrieden ist, hat mehrere M\u00f6glichkeiten: Man kann die neuen Preise akzeptieren, das Konto k\u00fcndigen oder die Zustimmung verweigern. Bei einer Weigerung riskiert man jedoch, dass die Bank den Vertrag k\u00fcndigt. Kunden sollten zudem pr\u00fcfen, ob ein anderes Kontomodell besser zu ihren Bed\u00fcrfnissen passt und eventuell Kosten spart.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>R\u00fcckforderungen bislang selten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Obwohl der BGH bereits 2021 ein verbraucherfreundliches Urteil f\u00e4llte, haben bislang nur 11 Prozent der Kunden ihre Anspr\u00fcche geltend gemacht. Eine Verivox-Umfrage zeigt, dass 40 Prozent der Bankkunden h\u00f6here Kontogeb\u00fchren zahlen, ohne diese bisher infrage zu stellen. Das aktuelle Urteil d\u00fcrfte jedoch mehr Verbraucher ermutigen, aktiv zu werden und zu viel gezahlte Betr\u00e4ge zur\u00fcckzufordern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesgerichtshof (BGH) hat erneut zugunsten von Bankkunden entschieden. Geb\u00fchren, die ohne ausdr\u00fcckliche Zustimmung erhoben wurden, k\u00f6nnen auch nach l\u00e4ngerer Zeit zur\u00fcckgefordert werden. Dieses Urteil betrifft viele Kunden, da zahlreiche Banken in den letzten Jahren ihre Preise erh\u00f6ht haben. 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