{"id":5508,"date":"2024-11-14T11:05:20","date_gmt":"2024-11-14T16:05:20","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=5508"},"modified":"2025-02-24T10:18:21","modified_gmt":"2025-02-24T15:18:21","slug":"europaeische-gaspreise-auf-hoechststand-seit-einem-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=5508","title":{"rendered":"Europ\u00e4ische Gaspreise auf H\u00f6chststand seit einem Jahr"},"content":{"rendered":"\n<p>Die europ\u00e4ischen Gaspreise sind zuletzt auf den h\u00f6chsten Stand seit November des Vorjahres gestiegen. Der Gaspreis am niederl\u00e4ndischen Handelsplatz TTF kletterte zeitweise um f\u00fcnf Prozent und \u00fcberschritt die Marke von 46 Euro pro Megawattstunde. Als Grund f\u00fcr diesen Anstieg nannte der \u00f6sterreichische Energiekonzern OMV eine m\u00f6gliche Unterbrechung der Gaslieferungen aus Russland. Zum Vergleich: Im August 2022 erreichte der Preis mit 346 Euro pro Megawattstunde seinen bisherigen Rekord.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>OMV-Warnung sorgt f\u00fcr Unsicherheit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die OMV hatte angek\u00fcndigt, dass ein Schiedsgericht ihr eine Entsch\u00e4digung von 230 Millionen Euro f\u00fcr im September 2022 ausgebliebene Gaslieferungen zugesprochen habe. Diese Summe m\u00f6chte das Unternehmen nun \u00fcber den laufenden Gasvertrag mit Gazprom verrechnen. Tom Marzec-Manser, Gasanalytiker bei ICIS, erkl\u00e4rte: \u201eEs ist m\u00f6glich, dass die OMV ihre Zahlung an Gazprom f\u00fcr die Oktober-Lieferungen zur\u00fcckh\u00e4lt.\u201c Diese Unsicherheit belastet den Markt und treibt die Preise in die H\u00f6he.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der Spannungen betonte die OMV, dass sie in der Lage sei, ihre Kunden auch bei einer m\u00f6glichen Lieferunterbrechung weiterhin zu versorgen. Der Energiekonzern meldete, dass seine Gasspeicher derzeit zu \u00fcber 90 Prozent gef\u00fcllt sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gasspeicher in Deutschland gut vorbereitet<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In Deutschland sind die Gasspeicher zurzeit ebenfalls gut gef\u00fcllt, mit einem Stand von rund 97 Prozent. Gem\u00e4\u00df gesetzlichen Vorgaben m\u00fcssen die Speicher zum 1. Oktober mindestens 85 Prozent und bis zum 1. November 95 Prozent gef\u00fcllt sein, um die Versorgungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Die Bundesnetzagentur teilte mit: \u201eDie Gasversorgung in Deutschland ist stabil, die Versorgungssicherheit gew\u00e4hrleistet.\u201c Trotz der Entspannung mahnen Experten weiterhin zu einem sparsamen Umgang mit Gas.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>R\u00fcckgang russischer Gasimporte<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Abh\u00e4ngigkeit der EU von russischem Pipeline-Gas hat sich seit 2021 deutlich verringert. Der Anteil sank von \u00fcber 40 Prozent im Jahr 2021 auf etwa acht Prozent im Jahr 2023. Insgesamt machte russisches Pipeline-Gas und Fl\u00fcssigerdgas (LNG) weniger als 15 Prozent der EU-Importe aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn die Gasspeicher gut gef\u00fcllt sind und der Importanteil russischen Gases gesunken ist, bleibt die Marktlage angespannt. Die Preisentwicklung zeigt, wie empfindlich der Markt auf geopolitische Spannungen reagiert. Experten gehen dennoch davon aus, dass die aktuelle Versorgungssicherheit kurzfristig nicht gef\u00e4hrdet ist, betonen aber die Bedeutung einer vorausschauenden Planung in unsicheren Zeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die europ\u00e4ischen Gaspreise sind zuletzt auf den h\u00f6chsten Stand seit November des Vorjahres gestiegen. Der Gaspreis am niederl\u00e4ndischen Handelsplatz TTF kletterte zeitweise um f\u00fcnf Prozent und \u00fcberschritt die Marke von 46 Euro pro Megawattstunde. 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