{"id":5378,"date":"2024-11-07T10:44:00","date_gmt":"2024-11-07T15:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=5378"},"modified":"2025-02-24T10:18:22","modified_gmt":"2025-02-24T15:18:22","slug":"hoeheres-armutsrisiko-fuer-aeltere-ostdeutsche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=5378","title":{"rendered":"H\u00f6heres Armutsrisiko f\u00fcr \u00e4ltere Ostdeutsche"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Verm\u00f6gensverteilung in Deutschland ist weiterhin ungleich, trotz des allgemeinen Anstiegs der Haushaltsverm\u00f6gen in den letzten Jahren. Besonders deutlich zeigt sich diese Kluft zwischen Ost- und Westdeutschland, wie der Sozialbericht 2024 des Statistischen Bundesamtes aufzeigt. Dem Bericht zufolge ist das Risiko, im Alter in Armut zu geraten, bundesweit gestiegen, betrifft jedoch Ostdeutschland besonders stark: Dort ist fast jede vierte Person im Alter von 60 bis 79 Jahren von Armut bedroht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verm\u00f6gensungleichheit bleibt hoch<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die obersten zehn Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen 56 Prozent des gesamten Verm\u00f6gens, was das Land im europ\u00e4ischen Vergleich zu den Spitzenreitern in Sachen Ungleichheit macht. Eine zentrale Ursache f\u00fcr diese Verm\u00f6gensunterschiede sind Erbschaften und Schenkungen, die vor allem verm\u00f6gendere Bev\u00f6lkerungsschichten sowie die Altersgruppe der 25- bis 54-J\u00e4hrigen beg\u00fcnstigen. Philip Wotschack vom Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung kommentierte: \u201eIn den letzten zehn Jahren gab es hier kaum Angleichungen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Immobilienpreise und Verm\u00f6genswachstum<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ein wesentlicher Faktor f\u00fcr den Anstieg des Haushaltsverm\u00f6gens sind die gestiegenen Immobilienpreise. Von 2010\/11 bis 2021 erh\u00f6hte sich das durchschnittliche Nettoverm\u00f6gen der Haushalte um 62 Prozent, von 195.200 Euro auf 316.500 Euro. Nach Ber\u00fccksichtigung der Inflation bleibt ein realer Anstieg von 39 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch der Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland bleibt gro\u00df: W\u00e4hrend westdeutsche Haushalte durchschnittlich 359.800 Euro besitzen, liegt das Verm\u00f6gen in Ostdeutschland bei durchschnittlich 150.900 Euro. Das Nettoverm\u00f6gen umfasst Sachwerte und Finanzanlagen, abz\u00fcglich der vorhandenen Schulden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ursachen f\u00fcr die Ungleichheit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Unterschiede lassen sich auf mehrere Faktoren zur\u00fcckf\u00fchren. Ein weiterhin niedrigeres Lohnniveau in Ostdeutschland erschwert den Aufbau von Verm\u00f6gen. Zudem sind die Immobilienm\u00e4rkte im Osten, bedingt durch den Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang, weniger dynamisch, was sich in geringeren Wertsteigerungen \u00e4u\u00dfert. Wotschack betonte: \u201eHinzu kommen die eingeschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten zum privaten Verm\u00f6gensaufbau in der DDR-Zeit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Rahmenbedingungen verhindern eine Angleichung zwischen Ost und West, sodass die Verm\u00f6genskluft bestehen bleibt. Trotz wirtschaftlicher Fortschritte bleibt die strukturelle Benachteiligung vieler Ostdeutscher bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sozialbericht 2024 zeigt auf, dass die Ungleichheit in Deutschland, insbesondere zwischen Ost und West, weiterhin gro\u00df ist. \u00c4ltere Ostdeutsche sind besonders stark von Armut bedroht. Um diese Schere zu schlie\u00dfen, sind gezielte Ma\u00dfnahmen notwendig, um das Verm\u00f6gen gerechter zu verteilen und den wirtschaftlichen R\u00fcckstand in Ostdeutschland nachhaltig zu verringern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verm\u00f6gensverteilung in Deutschland ist weiterhin ungleich, trotz des allgemeinen Anstiegs der Haushaltsverm\u00f6gen in den letzten Jahren. Besonders deutlich zeigt sich diese Kluft zwischen Ost- und Westdeutschland, wie der Sozialbericht 2024 des Statistischen Bundesamtes aufzeigt. 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