{"id":5088,"date":"2024-10-15T11:00:23","date_gmt":"2024-10-15T15:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=5088"},"modified":"2025-02-24T10:18:24","modified_gmt":"2025-02-24T15:18:24","slug":"ddr-kultmarke-fit-steht-ueberraschend-zum-verkauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=5088","title":{"rendered":"DDR-Kultmarke \u201efit\u201c steht \u00fcberraschend zum Verkauf"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>Die ostdeutsche Traditionsmarke \u201efit\u201c, bekannt f\u00fcr ihr gr\u00fcnes Geschirrsp\u00fclmittel, k\u00f6nnte bald einen neuen Eigent\u00fcmer haben. Der Unternehmenschef Dr. Wolfgang Gro\u00df, der das Unternehmen seit 1992 f\u00fchrt, denkt \u00fcber einen Verkauf nach. Der m\u00f6gliche Kaufpreis wird auf rund 300 Millionen Euro gesch\u00e4tzt.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine Erfolgsgeschichte aus Sachsen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Geschichte von \u201efit\u201c beginnt in der DDR. Das Sp\u00fclmittel wurde 1954 im VEB Fettchemie Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, entwickelt. Sp\u00e4ter wurde die Produktion nach Hirschfelde, einem Stadtteil von Zittau, verlegt. Seitdem hat sich das Unternehmen zu einem bedeutenden Player im Haushalts- und Kosmetiksektor entwickelt. Als Dr. Wolfgang Gro\u00df das Unternehmen 1992 von der Treuhand \u00fcbernahm, steckte er zun\u00e4chst sechs Millionen D-Mark in die Modernisierung der Produktionsanlagen und \u00fcbernahm zus\u00e4tzlich zwei Millionen D-Mark Schulden. Heute erzielt das Unternehmen einen j\u00e4hrlichen Bruttoumsatz von 363 Millionen Euro \u2013 ein beachtlicher Anstieg im Vergleich zu den acht Millionen Euro, die es zu Beginn der 90er Jahre erwirtschaftete.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Expansion durch \u00dcbernahmen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In den letzten Jahrzehnten baute Gro\u00df das Unternehmen durch gezielte \u00dcbernahmen westdeutscher Marken weiter aus. So erwarb \u201efit\u201c im Jahr 2000 die Marke Rei und Rei in der Tube, gefolgt von weiteren bekannten Marken wie Kuschelweich, Sunil, Gard und Fenjal. Zuletzt kam die Deomarke Mum hinzu. Mit diesen Zuk\u00e4ufen konnte das Unternehmen seine Produktpalette auf insgesamt 350 Artikel erweitern, die von Sp\u00fcl- und Reinigungsmitteln \u00fcber Weichsp\u00fcler bis hin zu Kosmetikprodukten reichen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gr\u00fcnde f\u00fcr den geplanten Verkauf<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Gro\u00df begr\u00fcndet den m\u00f6glichen Verkauf mit seinem Alter: \u201eImmerhin bin ich nahezu 73 Jahre alt und muss jetzt die besten Optionen f\u00fcr die Zukunft unseres Unternehmens pr\u00fcfen\u201c, erkl\u00e4rte er gegen\u00fcber der \u201eS\u00e4chsischen Zeitung\u201c. Konkrete Entscheidungen seien noch nicht gefallen, doch Gespr\u00e4che mit potenziellen K\u00e4ufern laufen bereits. Gro\u00df legt dabei besonderen Wert darauf, einen K\u00e4ufer zu finden, der die Unternehmenskultur bewahrt und die Arbeitspl\u00e4tze der rund 250 Mitarbeiter sichert. Ein Unternehmenssprecher betonte gegen\u00fcber der BILD: \u201eEs ist uns \u00e4u\u00dferst wichtig, einen zuverl\u00e4ssigen K\u00e4ufer zu finden, der die Unternehmenskultur bewahrt und die Arbeitspl\u00e4tze unserer Mitarbeiter sichert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gro\u00dfe Investitionen und Hoffnungen auf den Erhalt der Arbeitspl\u00e4tze<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Trotz der Verkaufspl\u00e4ne setzt \u201efit\u201c weiterhin auf Wachstum und Innovation. Erst im September 2024 k\u00fcndigte das Unternehmen seine gr\u00f6\u00dfte Einzelinvestition in H\u00f6he von 25 Millionen Euro an, um die Produktion der Weichsp\u00fclermarke Kuschelweich auszubauen. Insgesamt hat \u201efit\u201c in den letzten Jahren \u00fcber 200 Millionen Euro in Produktionsstandorte in ganz Europa investiert. Die Produktionsanlagen in Hirschfelde laufen rund um die Uhr, um die Nachfrage nach dem legend\u00e4ren \u201efit\u201c-Sp\u00fclmittel und den anderen 350 Produkten des Unternehmens zu decken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verkaufspl\u00e4ne haben auch in Sachsen gro\u00dfe Aufmerksamkeit erregt. Conrad Clemens, Chef der Staatskanzlei Sachsens, \u00e4u\u00dferte sich besorgt \u00fcber die Zukunft des Standorts: \u201eDas Lebenswerk von Wolfgang Gro\u00df und das, was er gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Oberlausitz aufgebaut hat, ist ohne Beispiel. F\u00fcr die Menschen in der Region ist es enorm wichtig, dass auch ein neuer Eigent\u00fcmer den Traditions-Standort in Sachsen erhalten und weiter ausbauen wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verkaufsverhandlungen werden von der US-Investmentbank Houlihan Lokey begleitet, die nach einem geeigneten K\u00e4ufer sucht. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und ob das Unternehmen bald einen neuen Besitzer haben wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ostdeutsche Traditionsmarke \u201efit\u201c, bekannt f\u00fcr ihr gr\u00fcnes Geschirrsp\u00fclmittel, k\u00f6nnte bald einen neuen Eigent\u00fcmer haben. Der Unternehmenschef Dr. Wolfgang Gro\u00df, der das Unternehmen seit 1992 f\u00fchrt, denkt \u00fcber einen Verkauf nach. Der m\u00f6gliche Kaufpreis wird auf rund 300 Millionen Euro gesch\u00e4tzt. Eine Erfolgsgeschichte aus Sachsen Die Geschichte von \u201efit\u201c beginnt in der DDR. 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