{"id":4748,"date":"2024-09-03T21:38:31","date_gmt":"2024-09-03T21:38:31","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=4748"},"modified":"2025-02-24T10:17:57","modified_gmt":"2025-02-24T15:17:57","slug":"vw-werksschliesungen-und-entlassungen-nicht-ausgeschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=4748","title":{"rendered":"VW: Werksschlie\u00dfungen und Entlassungen nicht ausgeschlossen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Volswagen auf Sparkurs<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Volkswagen steht vor einer tiefgreifenden Umstrukturierung, die Werksschlie\u00dfungen und betriebsbedingte K\u00fcndigungen nicht mehr ausschlie\u00dft. Dies ist ein bedeutender Schritt f\u00fcr den Automobilhersteller, der bislang eine Besch\u00e4ftigungssicherung garantierte, die betriebsbedingte K\u00fcndigungen bis 2029 ausschloss. Diese Garantie ist nun aufgehoben, was weitreichende Konsequenzen f\u00fcr die Belegschaft und die Standorte des Unternehmens haben k\u00f6nnte.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Drastische Ma\u00dfnahmen zur Kostensenkung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung, diese drastischen Ma\u00dfnahmen in Betracht zu ziehen, wurde im Rahmen einer F\u00fchrungskr\u00e4ftetagung getroffen. Die Unternehmensleitung sieht sich angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen gezwungen, weitreichende Sparma\u00dfnahmen umzusetzen. \u201eAuch Werkschlie\u00dfungen von fahrzeugproduzierenden und Komponenten-Standorten k\u00f6nnen in der aktuellen Situation ohne ein schnelles Gegensteuern nicht mehr ausgeschlossen werden\u201c, so die Mitteilung von Volkswagen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh7-rt.googleusercontent.com\/docsz\/AD_4nXduwHmnnxO12evQkb1cQujpsEc3s63ICA1bR_8l7iueBqkH6-sGKF_1liRneopenoD3TjvcVUIb5HBvahKo6QXU8uuC_919eBkmEvqp6trJNRTYHUyCoWSx8dkg23K7-DlftDmwpE4UwoovUdV-URGlgaZg?key=jxKw3VjBeXKf1om83g8U8A\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das bisher geplante Ma\u00dfnahmenpaket, das vor allem auf Altersteilzeit und Abfindungen setzte, reicht dem Vorstand zufolge nicht mehr aus, um die notwendigen Einsparungen zu erzielen. Es sei eine \u201eumfassende Restrukturierung\u201c der Marken innerhalb des Volkswagen-Konzerns erforderlich, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Unternehmens zu sichern. \u201eEin Umbau allein entlang der demografischen Entwicklung ist aus Sicht des Unternehmens nicht ausreichend\u201c, hie\u00df es weiter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Scharfer Gegenwind vom Betriebsrat<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ank\u00fcndigungen stie\u00dfen auf starken Widerstand seitens des Betriebsrats. Daniela Cavallo, die Betriebsratschefin, \u00e4u\u00dferte sich in einer Sonderausgabe der Betriebsratszeitung \u201eMitbestimmen\u201c \u00e4u\u00dferst kritisch: \u201eDie Pl\u00e4ne sind ein Angriff auf unsere Besch\u00e4ftigung, Standorte und Tarifvertr\u00e4ge.\u201c Sie betonte, dass der Betriebsrat alles daran setzen werde, diese Pl\u00e4ne zu verhindern: \u201eMit mir wird es keine VW-Standortschlie\u00dfungen geben!\u201c Cavallo sieht in den geplanten Ma\u00dfnahmen eine ernsthafte Bedrohung f\u00fcr den Konzern. Der Betriebsrat, der bei Volkswagen zusammen mit dem Land Niedersachsen \u00fcber eine Mehrheit im Aufsichtsrat verf\u00fcgt, k\u00f6nnte somit ein entscheidender Faktor in den kommenden Verhandlungen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schwierige Lage f\u00fcr die europ\u00e4ische Automobilindustrie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume rechtfertigte die Notwendigkeit dieser Ma\u00dfnahmen mit der angespannten Lage in der europ\u00e4ischen Automobilindustrie. \u201eDie europ\u00e4ische Automobilindustrie befindet sich in einer sehr anspruchsvollen und ernsten Lage. Das wirtschaftliche Umfeld hat sich nochmals versch\u00e4rft, neue Anbieter dr\u00e4ngen nach Europa\u201c, sagte Blume in der Mitteilung. Besonders die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Standorts Deutschland sei in den letzten Jahren zur\u00fcckgegangen, was das Unternehmen nun zum Handeln zwinge.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Kernmarke Volkswagen als Sorgenkind<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit Jahren k\u00e4mpft die Kernmarke Volkswagen mit hohen Kosten und einer unzureichenden Rendite, vor allem im Vergleich zu den Konzernschwestern Skoda, Seat und Audi. Ein 2023 aufgelegtes Sparprogramm sollte diese Situation verbessern und das Ergebnis bis 2026 um zehn Milliarden Euro steigern. Doch die anhaltend schwache Nachfrage im Neugesch\u00e4ft hat die Lage weiter versch\u00e4rft. Laut internen Quellen m\u00fcssen nun bis zu vier Milliarden Euro zus\u00e4tzlich eingespart werden, um die angestrebten Ergebnisverbesserungen zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Markenchef Thomas Sch\u00e4fer unterstrich die Dringlichkeit weiterer Einsparungen: \u201eDer Gegenwind ist deutlich st\u00e4rker geworden. Wir m\u00fcssen deshalb jetzt noch mal nachlegen und die Voraussetzungen schaffen, um langfristig erfolgreich zu sein.\u201c Diese Aussage verdeutlicht, wie ernst die Lage bei Volkswagen ist und dass weitere Einschnitte unausweichlich scheinen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unsichere Zukunft f\u00fcr VW-Besch\u00e4ftigte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklungen bei Volkswagen sind ein klares Zeichen daf\u00fcr, wie schwierig die Lage in der Automobilindustrie derzeit ist. F\u00fcr die Belegschaft des Unternehmens bedeutet dies eine unsichere Zukunft. Werksschlie\u00dfungen und Entlassungen, die bis vor kurzem undenkbar schienen, stehen nun auf der Agenda. Wie sich die Verhandlungen zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass Volkswagen vor einem tiefgreifenden Wandel steht, der nicht nur das Unternehmen, sondern auch seine Belegschaft nachhaltig ver\u00e4ndern k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Volswagen auf Sparkurs Volkswagen steht vor einer tiefgreifenden Umstrukturierung, die Werksschlie\u00dfungen und betriebsbedingte K\u00fcndigungen nicht mehr ausschlie\u00dft. Dies ist ein bedeutender Schritt f\u00fcr den Automobilhersteller, der bislang eine Besch\u00e4ftigungssicherung garantierte, die betriebsbedingte K\u00fcndigungen bis 2029 ausschloss. Diese Garantie ist nun aufgehoben, was weitreichende Konsequenzen f\u00fcr die Belegschaft und die Standorte des Unternehmens haben k\u00f6nnte. 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