{"id":11211,"date":"2026-07-23T09:13:12","date_gmt":"2026-07-23T13:13:12","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=11211"},"modified":"2026-07-23T09:13:15","modified_gmt":"2026-07-23T13:13:15","slug":"google-kassiert-890-millionen-euro-strafe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=11211","title":{"rendered":"Google kassiert 890 Millionen Euro Strafe"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>EU wirft dem Technologieriesen schwere Wettbewerbsverst\u00f6\u00dfe vor<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <strong>Europ\u00e4ische Kommission<\/strong> versch\u00e4rft ihren Kurs gegen die gro\u00dfen US-Technologiekonzerne. Im Mittelpunkt steht diesmal <strong>Google<\/strong>, das nach Auffassung der Br\u00fcsseler Wettbewerbsh\u00fcter seine marktbeherrschende Stellung missbraucht haben soll. Deshalb muss der Konzern nun eine Geldstrafe von <strong>890 Millionen Euro<\/strong> zahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Ansicht der EU hat Google sowohl mit seiner Suchmaschine als auch mit dem App-Marktplatz <strong>Google Play<\/strong> gegen die Vorschriften des <strong>Digital Markets Act (DMA)<\/strong> versto\u00dfen. Die Kommission wirft dem Unternehmen vor, eigene Dienste systematisch zu bevorzugen und Wettbewerber dadurch ins Hintertreffen zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der Rekordstrafe muss Google seine Gesch\u00e4ftsmodelle innerhalb von <strong>60 Tagen<\/strong> an die europ\u00e4ischen Vorgaben anpassen. Andernfalls drohen weitere finanzielle Sanktionen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"906\" height=\"518\" src=\"https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image-16.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11213\" srcset=\"https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image-16.png 906w, https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image-16-300x172.png 300w, https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image-16-768x439.png 768w\" sizes=\"(max-width: 906px) 100vw, 906px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Google soll eigene Angebote bevorzugt haben<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Darstellung von Suchergebnissen. Nach Auffassung der EU erhalten Google-eigene Angebote deutlich mehr Aufmerksamkeit als vergleichbare Dienste anderer Anbieter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kritisiert werden unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Sportergebnisse<\/strong>, die in auff\u00e4lligen Informationsboxen erscheinen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Hotelsuchen<\/strong>, die besonders prominent pr\u00e4sentiert werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Weitere Google-Dienste, die in den Suchergebnissen bevorzugt platziert werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Ansicht der Kommission verschafft sich Google dadurch einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. Andere Unternehmen h\u00e4tten deutlich geringere Chancen, ihre Angebote sichtbar zu platzieren, obwohl diese f\u00fcr Nutzer ebenso relevant sein k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auch Google Play ger\u00e4t unter Druck<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht nur die Suchmaschine steht im Fokus der Ermittlungen. Auch der App-Store <strong>Google Play<\/strong> verst\u00f6\u00dft nach Auffassung der EU gegen geltendes Wettbewerbsrecht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Konkret bem\u00e4ngeln die Wettbewerbsh\u00fcter, dass Entwickler bislang nur eingeschr\u00e4nkt auf g\u00fcnstigere Kaufm\u00f6glichkeiten au\u00dferhalb des Google-\u00d6kosystems hinweisen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission verlangt deshalb unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>mehr Freiheiten<\/strong> f\u00fcr App-Entwickler,<\/li>\n\n\n\n<li>die M\u00f6glichkeit, auf andere Internetseiten oder App-Stores zu verlinken,<\/li>\n\n\n\n<li>weniger vertragliche Einschr\u00e4nkungen,<\/li>\n\n\n\n<li>fairere Bedingungen bei Geb\u00fchren und Abrechnungszeitr\u00e4umen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit sollen Verbraucher einfacher alternative Angebote finden und Preise besser vergleichen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>EU verteidigt ihre harte Linie<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-Wettbewerbskommissarin <strong>Teresa Ribera<\/strong> machte deutlich, dass es aus Sicht der Kommission nicht um die Gr\u00f6\u00dfe eines Unternehmens gehe, sondern um faire Wettbewerbsbedingungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00f6rtlich erkl\u00e4rte sie:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eDie besten Produkte sollten sich durchsetzen, weil sie besser sind, nicht weil sie dem Unternehmen geh\u00f6ren, das die Suchmaschine betreibt.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem betonte sie:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eEurop\u00e4ische Verbraucher haben ein Recht darauf, dass App-Entwickler sie auch auf g\u00fcnstigere Angebote hinweisen.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission verfolgt damit das Ziel, den Wettbewerb auf digitalen M\u00e4rkten zu st\u00e4rken und den Einfluss marktbeherrschender Plattformen einzuschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Google weist alle Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der US-Konzern reagierte scharf auf die Entscheidung aus Br\u00fcssel und warnt vor erheblichen Folgen f\u00fcr Nutzer in Europa.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Google erkl\u00e4rte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eUm die Vorgaben zu erf\u00fcllen, m\u00fcssen wir Echtzeit-Suchfunktionen entfernen, die die Europ\u00e4er sch\u00e4tzen, wie sofortige Preisangebote und direkte Verf\u00fcgbarkeit von Hotels, Fl\u00fcgen und Restaurants.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch beim App-Marktplatz sieht Google erhebliche Nachteile. Nach Angaben des Unternehmens m\u00fcssten Sicherheitsfunktionen abgeschw\u00e4cht werden, wodurch Verbraucher und Entwickler gleicherma\u00dfen betroffen w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem erkl\u00e4rte Google:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eRegulierung sollte Produkte verbessern und sie nicht schlechter machen.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Auffassung des Unternehmens w\u00fcrden die neuen Auflagen Innovationen behindern und die Qualit\u00e4t vieler digitaler Dienste verschlechtern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Digital Markets Act versch\u00e4rft den Druck auf Internetgiganten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtsgrundlage der Entscheidung ist der <strong>Digital Markets Act (DMA)<\/strong>. Dieses europ\u00e4ische Gesetz richtet sich gegen besonders m\u00e4chtige Plattformbetreiber, die als sogenannte <strong>Gatekeeper<\/strong> gelten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu diesen Unternehmen z\u00e4hlen unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Alphabet (Google)<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Amazon<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Microsoft<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie unterliegen strengeren Vorschriften als andere Unternehmen. Ziel ist es, fairen Wettbewerb zu gew\u00e4hrleisten und zu verhindern, dass marktbeherrschende Konzerne ihre Position dauerhaft absichern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Neue Spannungen mit den USA m\u00f6glich<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entscheidung k\u00f6nnte auch diplomatische Folgen haben. <strong>US-Pr\u00e4sident Donald Trump<\/strong> hatte fr\u00fchere EU-Strafen gegen amerikanische Technologieunternehmen bereits massiv kritisiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einer fr\u00fcheren Milliardenstrafe gegen Google sprach Trump von einem Angriff auf <strong>\u201eein gro\u00dfartiges amerikanisches Unternehmen\u201c<\/strong> und drohte sogar mit neuen Strafz\u00f6llen gegen die Europ\u00e4ische Union.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beobachter halten es deshalb f\u00fcr m\u00f6glich, dass die aktuelle Entscheidung den Handelsstreit zwischen Washington und Br\u00fcssel erneut versch\u00e4rfen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Google bleiben nur 60 Tage<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Google beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit. Innerhalb von <strong>60 Tagen<\/strong> muss der Konzern die geforderten \u00c4nderungen umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollten die Auflagen nicht erf\u00fcllt werden, kann die Europ\u00e4ische Kommission weitere Sanktionen verh\u00e4ngen. Diese k\u00f6nnen sich auf bis zu <strong>f\u00fcnf Prozent des weltweiten Jahresumsatzes<\/strong> des Unternehmens belaufen und regelm\u00e4\u00dfig erneut f\u00e4llig werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel dazu kann Google juristisch gegen die Entscheidung vorgehen. Erfahrungsgem\u00e4\u00df ziehen sich Verfahren zwischen der EU und internationalen Technologiekonzernen h\u00e4ufig \u00fcber viele Jahre hin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EU wirft dem Technologieriesen schwere Wettbewerbsverst\u00f6\u00dfe vor Die Europ\u00e4ische Kommission versch\u00e4rft ihren Kurs gegen die gro\u00dfen US-Technologiekonzerne. 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