{"id":11018,"date":"2026-06-23T08:09:54","date_gmt":"2026-06-23T12:09:54","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=11018"},"modified":"2026-06-23T08:09:55","modified_gmt":"2026-06-23T12:09:55","slug":"rentenreform-deutschland-vor-einem-harten-umbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=11018","title":{"rendered":"Rentenreform: Deutschland vor einem harten Umbau"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Regierung will das Paket ohne Abstriche durchsetzen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die geplante Rentenreform k\u00f6nnte zu einem der einschneidendsten sozialpolitischen Projekte der kommenden Jahre werden. <strong>Bundeskanzler Friedrich Merz<\/strong> hat nach der \u00dcbergabe des Berichts der Rentenkommission in Berlin deutlich gemacht, dass die Bundesregierung die Vorschl\u00e4ge nicht nur pr\u00fcfen, sondern m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig umsetzen will.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Merz sagte w\u00f6rtlich: <strong>\u201eAlle Elemente dieses Reformpakets m\u00fcssen jetzt z\u00fcgig umgesetzt werden\u201c<\/strong>. Damit stellt der Kanzler klar: Die Reform soll nicht in Einzelteile zerlegt werden. Aus seiner Sicht w\u00e4re es falsch, nur die politisch bequemeren Punkte herauszugreifen und unbequeme Einschnitte zu streichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kanzler begr\u00fcndete diese Linie mit dem inneren Zusammenhang der Vorschl\u00e4ge. Die einzelnen Ma\u00dfnahmen sollten sich gegenseitig stabilisieren. Merz sagte dazu: <strong>\u201eSie bilden ein Gesamtkonzept, das nur in seiner Gesamtheit funktioniert\u201c<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch <strong>Arbeitsministerin B\u00e4rbel Bas<\/strong> unterst\u00fctzt den Kurs. Sie nannte den Bericht ein <strong>\u201eGesamtkunstwerk\u201c<\/strong>. Gemeint ist: Die Vorschl\u00e4ge sollen als Gesamtarchitektur verstanden werden, nicht als Wunschliste, aus der Parteien oder Verb\u00e4nde nur die angenehmsten Teile ausw\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein System unter massivem Reformdruck<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der politische Druck ist enorm. Die gesetzliche Rente steht vor einer schweren Belastungsprobe, weil immer mehr Menschen in den Ruhestand gehen, w\u00e4hrend die Zahl der Beitragszahler nicht im gleichen Tempo w\u00e4chst. Die Reform soll deshalb mehrere Probleme gleichzeitig angehen: sp\u00e4tere Renteneintritte, breitere Beitragsbasis, zus\u00e4tzliche Kapitalanlage und eine Begrenzung der finanziellen Lasten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Merz machte deutlich, dass Deutschland nach seiner Einsch\u00e4tzung viel Zeit verloren hat. Er sagte: <strong>\u201eEs muss jetzt schnell gehen, wir h\u00e4tten das schon vor vielen Jahren machen m\u00fcssen\u201c<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz dieser klaren Worte d\u00fcrfte die Umsetzung nicht sofort erfolgen. Zun\u00e4chst muss das Arbeitsministerium konkrete Gesetzesentw\u00fcrfe ausarbeiten. <strong>B\u00e4rbel Bas<\/strong> stellte in Aussicht, dass entsprechende Vorlagen <strong>sp\u00e4testens nach der Sommerpause bis zum Ende des Jahres<\/strong> zur Abstimmung kommen sollen. Gleichzeitig r\u00e4umte sie ein, dass noch zahlreiche Details offen sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>33 Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine h\u00e4rtere Rentenrealit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Rentenkommission hat <strong>33 Empfehlungen<\/strong> vorgelegt. Das Gremium tagte rund <strong>sechs Monate<\/strong> lang und arbeitete etwa <strong>150 Stunden<\/strong> an dem Bericht. Den Vorsitz f\u00fchrten <strong>Constanze Janda<\/strong>, Verwaltungswissenschaftlerin, und <strong>Frank-J\u00fcrgen Weise<\/strong>, fr\u00fcherer Chef der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit. Insgesamt bestand die Kommission aus <strong>13 Mitgliedern<\/strong>, darunter Vertreter von <strong>CDU, CSU und SPD<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wichtigsten Bausteine des Pakets sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung<\/strong> nach <strong>2031<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>m\u00f6gliche Anhebung der Regelaltersgrenze von <strong>67 auf 67,5 Jahre<\/strong> zwischen <strong>2031 und 2041<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Abschaffung der abschlagsfreien Fr\u00fchrente f\u00fcr besonders langj\u00e4hrig Versicherte<\/li>\n\n\n\n<li>Anhebung der Altersgrenze f\u00fcr langj\u00e4hrig Versicherte mit Abschl\u00e4gen von <strong>63 auf 64 Jahre<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Einf\u00fchrung einer zus\u00e4tzlichen gesetzlichen Kapitalrente<\/li>\n\n\n\n<li>Einbeziehung weiterer Berufsgruppen in die gesetzliche Rentenversicherung<\/li>\n\n\n\n<li>langsamere Rentensteigerungen nach Auslaufen der Haltelinie von <strong>48 Prozent<\/strong> im Jahr <strong>2031<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit verschiebt sich die Rentenpolitik deutlich: Wer l\u00e4nger lebt, soll k\u00fcnftig tendenziell auch l\u00e4nger arbeiten. Gleichzeitig sollen mehr Gruppen in das System einzahlen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fr\u00fchrente steht vor dem Aus<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders brisant ist der geplante Angriff auf die Fr\u00fchverrentung. Die sogenannte <strong>Rente mit 63<\/strong> soll nach den Empfehlungen der Kommission abgeschafft werden. Bisher k\u00f6nnen Menschen mit besonders langen Versicherungszeiten fr\u00fcher ohne Abschl\u00e4ge in Rente gehen. F\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte mit k\u00f6rperlich belastenden Berufen war das ein wichtiger Ausweg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Derzeit k\u00f6nnen Versicherte mit mindestens <strong>45 Beitragsjahren<\/strong> und entsprechendem Alter ohne Abschl\u00e4ge fr\u00fcher in den Ruhestand wechseln. F\u00fcr Jahrg\u00e4nge ab <strong>1964<\/strong> steigt diese Grenze auf <strong>65 Jahre<\/strong>. Mit Abschl\u00e4gen ist ein Renteneintritt bisher ab <strong>63 Jahren<\/strong> m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reformvorschl\u00e4ge w\u00fcrden diesen Spielraum deutlich verkleinern. F\u00fcr viele Arbeitnehmer bedeutet das: Der Ruhestand r\u00fcckt weiter nach hinten, auch wenn sie jahrzehntelang Beitr\u00e4ge gezahlt haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Neue Kapitalrente soll zus\u00e4tzlich absichern<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer Kernpunkt ist die geplante Kapitalrente. Besch\u00e4ftigte und Arbeitgeber sollen gemeinsam einen zus\u00e4tzlichen Beitrag von insgesamt <strong>zwei Prozent<\/strong> leisten. Dieser Betrag soll zur H\u00e4lfte von Arbeitnehmern und zur H\u00e4lfte von Arbeitgebern getragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Geld w\u00fcrde nicht direkt zur Finanzierung aktueller Renten verwendet, sondern am Kapitalmarkt angelegt. Das Vorbild ist das schwedische Modell. Die Hoffnung dahinter: Langfristige Anlageertr\u00e4ge sollen die Altersvorsorge erg\u00e4nzen und die gesetzliche Rente stabilisieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig bleibt ein Risiko: Kapitalm\u00e4rkte schwanken. Eine solche Erg\u00e4nzung kann zus\u00e4tzliche Chancen bieten, ersetzt aber keine verl\u00e4ssliche Grundsicherung. Politisch d\u00fcrfte deshalb intensiv dar\u00fcber gestritten werden, wie sicher, transparent und sozial ausgewogen dieses Modell ausgestaltet wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Einzahler, aber Beamte zun\u00e4chst au\u00dfen vor<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission will die Finanzierungsbasis verbreitern. K\u00fcnftig sollen auch Gruppen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, die bislang nicht vollst\u00e4ndig einbezogen sind. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Selbstst\u00e4ndige<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Abgeordnete<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Vorst\u00e4nde von Aktiengesellschaften<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beamte<\/strong> sollen zun\u00e4chst nicht einbezogen werden. Dieser Punkt d\u00fcrfte f\u00fcr Diskussionen sorgen, weil gerade die Frage der Gerechtigkeit zwischen verschiedenen Berufsgruppen seit Jahren politisch umstritten ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn mehr Erwerbst\u00e4tige einzahlen, k\u00f6nnte das die Rentenkasse kurzfristig entlasten. Langfristig entstehen daraus allerdings auch neue Rentenanspr\u00fcche. Entscheidend wird daher sein, ob die Reform tats\u00e4chlich dauerhaft finanzielle Stabilit\u00e4t bringt oder nur Zeit gewinnt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Minijobs geraten frontal unter Druck<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders drastisch w\u00e4ren die Folgen f\u00fcr <strong>Minijobber<\/strong>. Die Kommission will geringf\u00fcgige Besch\u00e4ftigung deutlich st\u00e4rker in die Sozialversicherung einbeziehen. Bisher k\u00f6nnen Minijobber bis zu <strong>603 Euro im Monat<\/strong> verdienen, ohne selbst Steuern oder Sozialabgaben zu zahlen. Arbeitgeber leisten pauschale Abgaben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Reformansatz sollen k\u00fcnftig grunds\u00e4tzlich alle arbeitenden Menschen Beitr\u00e4ge zur <strong>Rente<\/strong>, <strong>Krankenversicherung<\/strong> und <strong>Pflegeversicherung<\/strong> leisten. Ausnahmen soll es nur f\u00fcr <strong>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<\/strong> geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im <strong>M\u00e4rz 2026<\/strong> gab es rund <strong>7,51 Millionen Minijobber<\/strong> in Deutschland. Knapp <strong>3,5 Millionen<\/strong> davon nutzten den Minijob als Nebenverdienst zus\u00e4tzlich zu einer Hauptbesch\u00e4ftigung. Gerade f\u00fcr diese Gruppe w\u00e4re die Reform finanziell deutlich sp\u00fcrbar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weniger Netto f\u00fcr Millionen Besch\u00e4ftigte<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Rechenbeispiel zeigt die H\u00e4rte des Vorschlags. Der Rentenbeitrag liegt aktuell bei <strong>18,6 Prozent<\/strong> des Bruttolohns. Bei einem Minijob mit <strong>603 Euro Monatsverdienst<\/strong> w\u00e4ren das <strong>112,16 Euro<\/strong> Rentenbeitrag. Da Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils die H\u00e4lfte tragen, m\u00fcsste der Besch\u00e4ftigte selbst <strong>56,08 Euro<\/strong> zahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus <strong>603 Euro<\/strong> w\u00fcrden dadurch zun\u00e4chst nur noch <strong>546,92 Euro<\/strong>. Hinzu k\u00e4men m\u00f6gliche Beitr\u00e4ge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Das verf\u00fcgbare Einkommen w\u00fcrde also weiter sinken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Menschen, die sich mit einem Nebenjob Lebensmittel, Miete, Energie oder R\u00fccklagen finanzieren, w\u00e4re das kein kleiner technischer Eingriff, sondern ein direkter Einschnitt ins Monatsbudget.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Arbeitgeber warnen vor schweren Folgen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wirtschaft reagiert entsprechend scharf. Besonders die Gastronomie und Hotellerie sehen Minijobs als wichtiges Instrument, um flexible Arbeitszeiten, saisonale Schwankungen und kurzfristigen Personalbedarf abzudecken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <strong>Deutsche Hotellerie- und Gastronomieverband<\/strong> bezeichnete den Vorschlag als <strong>\u201eKatastrophe\u201c<\/strong> f\u00fcr das Gastgewerbe. Der Verband warnte vor der <strong>\u201evollst\u00e4ndigen Abschaffung eines f\u00fcr unsere Branche unverzichtbaren Besch\u00e4ftigungsinstruments\u201c<\/strong>. Zudem sprach er von einem <strong>\u201eFrontalangriff auf die Flexibilit\u00e4t des Arbeitsmarkts\u201c<\/strong> und auf die <strong>\u201eBesch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit\u201c<\/strong> der Branche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die <strong>Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde<\/strong> lehnt den Plan ab. <strong>BDA-Pr\u00e4sident Rainer Dulger<\/strong> sagte w\u00f6rtlich: <strong>\u201eMinijobs verdr\u00e4ngen keine Vollzeitstellen, sondern aktivieren Arbeitspotential\u201c<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Generation X f\u00fchlt sich besonders gef\u00e4hrdet<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend die Politik \u00fcber Systemstabilit\u00e4t spricht, w\u00e4chst bei vielen Menschen die pers\u00f6nliche Verunsicherung. Besonders betroffen ist die <strong>Generation X<\/strong>, also die heute etwa <strong>45- bis 61-J\u00e4hrigen<\/strong>. Diese Gruppe steht bereits mitten im Berufsleben, hat aber weniger Zeit als j\u00fcngere Generationen, um sich auf neue Regeln einzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut <strong>Axa Vorsorge Report<\/strong> rechnen <strong>48 Prozent<\/strong> der Generation X mit einer schlechteren Lebensqualit\u00e4t im Ruhestand. Bei den <strong>Millennials<\/strong> sind es <strong>43 Prozent<\/strong>, bei der <strong>Generation Z<\/strong> <strong>40 Prozent<\/strong>. Keine andere erwerbst\u00e4tige Generation blickt damit so pessimistisch auf die eigene Altersphase.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig wollen <strong>46 Prozent<\/strong> der Generation X fr\u00fcher als regul\u00e4r aus dem Berufsleben ausscheiden. Doch <strong>40 Prozent<\/strong> erwarten, aus finanziellen Gr\u00fcnden l\u00e4nger arbeiten zu m\u00fcssen, obwohl sie das nicht m\u00f6chten. Diese Zahlen zeigen einen harten Konflikt: Viele w\u00fcnschen sich Entlastung, rechnen aber mit Zwang zur Verl\u00e4ngerung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Rentenl\u00fccke wird zum Angstthema<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die finanziellen Sorgen sind konkret. <strong>36 Prozent<\/strong> der Generation X bef\u00fcrchten, dass Inflation ihre sp\u00e4tere Rente deutlich entwertet. <strong>10 Prozent<\/strong> erwarten eine monatliche Rentenl\u00fccke von <strong>1.500 Euro oder mehr<\/strong>. Weitere <strong>18 Prozent<\/strong> rechnen mit einer L\u00fccke zwischen <strong>751 und 1.000 Euro<\/strong>. <strong>27 Prozent<\/strong> k\u00f6nnen ihre eigene Rentenl\u00fccke gar nicht einsch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Durchschnitt liegt die Rentenl\u00fccke in Deutschland bei rund <strong>500 Euro pro Monat<\/strong>. Gemeint ist der Abstand zwischen dem voraussichtlichen Einkommen im Alter und dem Betrag, der f\u00fcr den gew\u00fcnschten Lebensstandard n\u00f6tig w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das Vorsorgeverhalten ist widerspr\u00fcchlich. <strong>31 Prozent<\/strong> der Generation X sparen derzeit gar nicht f\u00fcr die Altersvorsorge. Gleichzeitig legen <strong>39 Prozent<\/strong> regelm\u00e4\u00dfig privat Geld zur\u00fcck. <strong>58 Prozent<\/strong> w\u00fcrden gern mehr sparen, k\u00f6nnen es sich nach eigenen Angaben aber finanziell nicht leisten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vertrauen in die Politik ist schwer besch\u00e4digt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders alarmierend ist der Vertrauensverlust. <strong>74 Prozent<\/strong> der Generation X geben an, beim Thema Altersvorsorge das Vertrauen in die Politik verloren zu haben. Das ist f\u00fcr eine Reform, die tief in Lebensplanung, Arbeit und Einkommen eingreift, ein erhebliches Problem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der Skepsis verlassen sich <strong>22 Prozent<\/strong> dieser Altersgruppe ausschlie\u00dflich auf die gesetzliche Rente. Die durchschnittliche gesetzliche Rente liegt bei rund <strong>1.100 Euro im Monat<\/strong>. F\u00fcr viele Haushalte reicht das allein nicht aus, vor allem nicht bei steigenden Wohnkosten, Gesundheitsausgaben und allgemeiner Inflation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reform trifft damit auf eine Gesellschaft, die die Notwendigkeit von Ver\u00e4nderungen zwar erkennt, aber starke Zweifel hat, ob die Lasten fair verteilt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Regierung will das Paket ohne Abstriche durchsetzen Die geplante Rentenreform k\u00f6nnte zu einem der einschneidendsten sozialpolitischen Projekte der kommenden Jahre werden. 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