{"id":10875,"date":"2026-06-02T09:30:58","date_gmt":"2026-06-02T13:30:58","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=10875"},"modified":"2026-06-02T09:30:59","modified_gmt":"2026-06-02T13:30:59","slug":"spd-stuerzt-auf-historischen-tiefpunkt-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=10875","title":{"rendered":"SPD st\u00fcrzt auf historischen Tiefpunkt ab"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Sozialdemokraten erleben ein politisches Debakel<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die neue Erhebung der <strong>Gesellschaft f\u00fcr Markt und Sozialforschung<\/strong> ist f\u00fcr die <strong>SPD<\/strong> ein politischer Schock. Die Partei f\u00e4llt auf nur noch <strong>11 Prozent<\/strong> und erreicht damit den niedrigsten Wert, der jemals in einer bundesweiten Umfrage f\u00fcr die Sozialdemokraten gemessen wurde. Das ist kein gew\u00f6hnlicher R\u00fcckschlag mehr, sondern ein offener Absturz. Aus einer fr\u00fcheren Volkspartei wird in dieser Momentaufnahme eine geschrumpfte Kraft, die nicht einmal mehr aus eigener St\u00e4rke den Anspruch auf politische F\u00fchrung erheben kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig verfestigt sich an der Spitze ein Bild, das vor wenigen Jahren noch als Ausnahme gegolten h\u00e4tte. Die <strong>AfD<\/strong> liegt mit <strong>27 Prozent<\/strong> klar vorne und baut ihren Vorsprung aus. Die <strong>CDU\/CSU<\/strong> folgt nur noch mit <strong>23 Prozent<\/strong>. Damit verschiebt sich das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis in Deutschland weiter, und zwar nicht in kleinen Schritten, sondern mit wachsender Wucht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die AfD w\u00e4chst weiter und setzt sich an der Spitze fest<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die <strong>AfD<\/strong> gewinnt gegen\u00fcber der vorherigen GMS Umfrage vom <strong>3. M\u00e4rz<\/strong> weitere <strong>drei Prozentpunkte<\/strong> hinzu und kommt nun auf <strong>27 Prozent<\/strong>. Das ist nicht blo\u00df ein weiterer guter Wert, sondern die Best\u00e4tigung eines Trends, der inzwischen kaum noch wegzudiskutieren ist. Die Partei liegt nun bei allen <strong>acht gro\u00dfen Umfrageinstituten<\/strong> auf Platz eins.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorsprung auf die Union f\u00e4llt je nach Institut unterschiedlich aus, doch die politische Botschaft bleibt dieselbe: Die AfD ist nicht mehr nur ein St\u00f6rfaktor im Parteiensystem, sondern die derzeit st\u00e4rkste Kraft in den Umfragen. Das ver\u00e4ndert die gesamte politische Statik. Wer vorne liegt, pr\u00e4gt die Debatte, setzt die Konkurrenz unter Druck und zwingt die anderen Parteien in die Defensive.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Union verliert erneut an Autorit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die <strong>Union<\/strong> f\u00e4llt die Umfrage ebenfalls unerquicklich aus. <strong>CDU<\/strong> und <strong>CSU<\/strong> verlieren <strong>drei Punkte<\/strong> und landen nur noch bei <strong>23 Prozent<\/strong>. Damit vergr\u00f6\u00dfert sich der Abstand zur AfD weiter. Noch schwerer wiegt jedoch, dass die Union immer weniger wie die nat\u00fcrliche F\u00fchrungspartei der politischen Mitte wirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Wert von <strong>23 Prozent<\/strong> mag f\u00fcr kleinere Parteien respektabel erscheinen. F\u00fcr eine Union, die regiert und den Anspruch auf Stabilit\u00e4t und Ordnung erhebt, ist er schwach. Sie verliert nicht nur Stimmen, sondern sichtbar auch Strahlkraft. Die AfD w\u00e4chst, die Union schrumpft. Diese gegenl\u00e4ufige Bewegung macht den Befund besonders bitter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die SPD f\u00e4llt auf Augenh\u00f6he mit der Linken<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die <strong>SPD<\/strong> ist das Ergebnis geradezu dem\u00fctigend. Mit <strong>11 Prozent<\/strong> liegt sie nicht nur weit hinter AfD, Union und Gr\u00fcnen. Sie steht auch noch <strong>gleichauf mit der Linken<\/strong>, die ebenfalls <strong>11 Prozent<\/strong> erreicht. Damit teilt sich die Regierungspartei nur noch Platz vier.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist f\u00fcr die Sozialdemokraten ein schwerer Verlust an W\u00fcrde und politischem Gewicht. Eine Partei, die \u00fcber Jahrzehnte hinweg Kanzler stellte, Regierungen pr\u00e4gte und zu den beiden gro\u00dfen Machtpolen der Republik geh\u00f6rte, sackt auf ein Niveau ab, auf dem sie sich nicht einmal mehr klar von der Linken absetzen kann. Viel fehlt nicht mehr, und die SPD w\u00e4re nur noch f\u00fcnftst\u00e4rkste Kraft im Land.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Gr\u00fcnen ziehen klar an der SPD vorbei<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die SPD abst\u00fcrzt, legen die <strong>Gr\u00fcnen<\/strong> deutlich zu. Sie gewinnen <strong>vier Prozentpunkte<\/strong> und erreichen <strong>16 Prozent<\/strong>. Damit setzen sie sich mit klarem Abstand vor die Sozialdemokraten. Der Vorsprung betr\u00e4gt nun <strong>f\u00fcnf Punkte<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Entwicklung ist politisch hochinteressant. Denn sie zeigt, dass das progressive und linke Lager sich neu sortiert. Die Gr\u00fcnen wirken derzeit deutlich belastbarer, w\u00e4hrend die SPD in sich zusammensackt. Die alte Selbstverst\u00e4ndlichkeit, dass die Sozialdemokraten in diesem Spektrum den Ton angeben, ist damit weiter zerst\u00f6rt worden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die FDP sch\u00f6pft wieder Hoffnung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Einen kleinen Lichtblick erlebt die <strong>FDP<\/strong>. Die Liberalen gewinnen <strong>zwei Punkte<\/strong> hinzu und kommen auf <strong>f\u00fcnf Prozent<\/strong>. Damit w\u00fcrden sie die Sperrklausel \u00fcberwinden und wieder in den Bundestag einziehen. Es ist das erste Mal seit <strong>August 2024<\/strong>, dass die Partei in einer GMS Erhebung wieder an dieser Marke kratzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz nach der Wahl von <strong>Wolfgang Kubicki<\/strong> zum neuen Vorsitzenden ist das f\u00fcr die FDP zumindest ein psychologisch wichtiges Signal. Allerdings sollte man die Entwicklung nicht \u00fcbersch\u00e4tzen. GMS ist derzeit das einzige Institut, das den Liberalen \u00fcberhaupt wieder das Erreichen der F\u00fcnfprozenth\u00fcrde zutraut. Von einer gesicherten R\u00fcckkehr kann also keine Rede sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das BSW rutscht immer tiefer ab<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Noch d\u00fcsterer f\u00e4llt der Blick auf das <strong>BSW<\/strong> aus. Die Partei kommt nur noch auf <strong>zwei Prozent<\/strong>. Damit verliert sie weiter an Boden und spielt in dieser Umfrage kaum noch eine ernsthafte Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch dieser Wert ist Ausdruck einer zunehmenden H\u00e4rte im Parteiensystem. Wer sich nicht stabil verankern kann, wird schnell an den Rand gedr\u00e4ngt. Das BSW ist daf\u00fcr ein deutliches Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Union und SPD zusammen nur noch bei 34 Prozent<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Am bedr\u00fcckendsten ist vielleicht der gemeinsame Wert der einstigen Volksparteien. <strong>Union<\/strong> und <strong>SPD<\/strong> erreichen zusammen nur noch <strong>34 Prozent<\/strong>. Bei der <strong>Bundestagswahl im Februar 2025<\/strong> waren es noch <strong>44,9 Prozent<\/strong>. Damit haben beide gemeinsam <strong>10,9 Prozentpunkte<\/strong> eingeb\u00fc\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist ein historischer Substanzverlust. \u00dcber Jahrzehnte hinweg trugen diese beiden Parteien das politische Zentrum der Bundesrepublik. Nun kommen sie zusammen nur noch auf gut ein Drittel. Die Mitte wirkt nicht mehr stabil, sondern ausgeh\u00f6hlt. Genau das \u00f6ffnet den Raum f\u00fcr neue Machtverh\u00e4ltnisse.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Diese Zahlen sind mehr als ein Stimmungstief<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die GMS Befragung wurde vom <strong>27. Mai bis 1. Juni<\/strong> unter <strong>1.023 Wahlberechtigten<\/strong> telefonisch und online durchgef\u00fchrt. Das Ergebnis wirkt deshalb so brisant, weil es mehrere Entwicklungen gleichzeitig b\u00fcndelt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>AfD<\/strong> bei <strong>27 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>CDU\/CSU<\/strong> bei <strong>23 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gr\u00fcne<\/strong> bei <strong>16 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>SPD<\/strong> bei <strong>11 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Linke<\/strong> bei <strong>11 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>FDP<\/strong> bei <strong>5 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>BSW<\/strong> bei <strong>2 Prozent<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Zahlen beschreiben keine normale Schw\u00e4chephase einzelner Parteien. Sie zeigen ein politisches Feld, in dem die AfD ihre Dominanz ausbaut, die Union an Kraft verliert und die SPD regelrecht einbricht. Der historische Tiefstand der Sozialdemokraten ist deshalb nicht nur eine schlechte Nachricht f\u00fcr eine Partei. Er steht f\u00fcr den fortschreitenden Zerfall der alten politischen Ordnung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sozialdemokraten erleben ein politisches Debakel Die neue Erhebung der Gesellschaft f\u00fcr Markt und Sozialforschung ist f\u00fcr die SPD ein politischer Schock. Die Partei f\u00e4llt auf nur noch 11 Prozent und erreicht damit den niedrigsten Wert, der jemals in einer bundesweiten Umfrage f\u00fcr die Sozialdemokraten gemessen wurde. 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