{"id":10804,"date":"2026-05-19T10:38:51","date_gmt":"2026-05-19T14:38:51","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=10804"},"modified":"2026-05-19T10:38:52","modified_gmt":"2026-05-19T14:38:52","slug":"afd-auf-rekordkurs-merz-tief-im-minus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=10804","title":{"rendered":"AfD auf Rekordkurs, Merz tief im Minus"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die politische Stimmung kippt weiter<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die politische Lage in Deutschland versch\u00e4rft sich sp\u00fcrbar. Die <strong>AfD<\/strong> erreicht in der aktuellen Umfrage mit <strong>28 Prozent<\/strong> einen neuen H\u00f6chstwert und setzt ihren Aufstieg weiter fort. Gleichzeitig verlieren die Regierungsparteien weiter an R\u00fcckhalt, und auch <strong>Bundeskanzler Friedrich Merz<\/strong> rutscht in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung immer tiefer ab. Die Zahlen deuten nicht auf eine kleine Delle hin, sondern auf eine ernste Vertrauenskrise.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders brisant ist, dass diese Entwicklung nicht nur die allgemeine Unzufriedenheit mit der Regierung widerspiegelt. Sie zeigt auch, dass sich das politische Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis zunehmend verschiebt. W\u00e4hrend die AfD von Frust, Entt\u00e4uschung und wachsendem Misstrauen profitiert, wirken <strong>Union<\/strong> und <strong>SPD<\/strong> immer weniger wie Parteien, denen breite Teile der Bev\u00f6lkerung noch eine \u00fcberzeugende L\u00f6sungskompetenz zutrauen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die AfD legt weiter zu<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zur Vorwoche gewinnt die <strong>AfD<\/strong> einen weiteren Punkt hinzu und kommt nun auf <strong>28 Prozent<\/strong>. Bei der <strong>Bundestagswahl 2025<\/strong> hatte sie noch <strong>20,8 Prozent<\/strong> erreicht. Damit hat die Partei seither um <strong>7,2 Prozentpunkte<\/strong> zugelegt. Das ist nicht nur ein Anstieg, sondern eine massive politische Verschiebung.<\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert ist dabei, dass dieser Zuwachs trotz des weiteren Rechtsrucks der Partei erfolgt. Der Extremismusforscher <strong>Gideon Botsch<\/strong> formulierte dazu einen besonders aufschlussreichen Satz. Er sagte, das Stigma, das mit einer Wahl der AfD verbunden gewesen sei, sei <strong>\u201edeutlich geschmolzen\u201c<\/strong>. Gerade diese Beobachtung ist politisch hochbrisant. Denn sie bedeutet, dass ein Teil der W\u00e4hlerschaft die Partei heute offener unterst\u00fctzt als noch vor einiger Zeit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Regierungsparteien brechen ein<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Besonders bitter f\u00e4llt die Lage f\u00fcr die Koalition aus. <strong>CDU\/CSU<\/strong> kommen nur noch auf <strong>22 Prozent<\/strong>, die <strong>SPD<\/strong> auf gerade einmal <strong>12 Prozent<\/strong>. Zusammen erreichen beide Parteien damit nur <strong>34 Prozent<\/strong>. Eine parlamentarische Mehrheit w\u00e4re mit diesem Ergebnis nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vergleich zur Bundestagswahl 2025 macht die Erosion noch deutlicher:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>AfD:<\/strong> <strong>28 Prozent<\/strong> statt <strong>20,8 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>CDU\/CSU:<\/strong> <strong>22 Prozent<\/strong> statt <strong>28,5 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>SPD:<\/strong> <strong>12 Prozent<\/strong> statt <strong>16,4 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gr\u00fcne:<\/strong> <strong>14 Prozent<\/strong> statt <strong>11,6 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Linke:<\/strong> <strong>11 Prozent<\/strong> statt <strong>8,8 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>FDP:<\/strong> <strong>4 Prozent<\/strong> statt <strong>4,3 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>BSW:<\/strong> <strong>3 Prozent<\/strong> statt <strong>4,98 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sonstige:<\/strong> <strong>6 Prozent<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Vor allem der Absturz der Union ist f\u00fcr den Kanzler politisch verheerend. Eine Regierungspartei, die in so kurzer Zeit <strong>6,5 Prozentpunkte<\/strong> verliert, steht sichtbar unter Druck. Die SPD verliert ebenfalls deutlich und wirkt politisch immer schw\u00e4cher.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Merz verliert beinahe jeden R\u00fcckhalt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Noch dramatischer ist das Urteil \u00fcber <strong>Friedrich Merz<\/strong> pers\u00f6nlich. Nur <strong>14 Prozent<\/strong> der Deutschen sind mit seiner Arbeit zufrieden. <strong>85 Prozent<\/strong> \u00e4u\u00dfern Unzufriedenheit. Damit steht der Kanzler politisch auf einem extrem schwachen Fundament.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders alarmierend ist, dass selbst unter den Anh\u00e4ngern der Union die Skepsis \u00fcberwiegt. <strong>57 Prozent<\/strong> der Unionsanh\u00e4nger sind mit seiner Arbeit nicht zufrieden. Das hei\u00dft: Merz verliert nicht nur im Land, sondern zunehmend auch in der eigenen politischen Basis an Autorit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Wirtschaft wird zum Hauptproblem des Kanzlers<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Am schwersten wiegt offenbar der Eindruck, dass sich der Kanzler nicht ausreichend um die wirtschaftlichen Probleme des Landes k\u00fcmmert. Nur noch <strong>16 Prozent<\/strong> der Deutschen glauben, Merz widme sich diesem Thema in ausreichendem Ma\u00df. <strong>80 Prozent<\/strong> sagen dagegen, er tue das <strong>nicht ausreichend<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders auff\u00e4llig ist der Absturz im Zeitvergleich:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Juni 2025:<\/strong> <strong>31 Prozent<\/strong> hielten Merz wirtschaftspolitisch f\u00fcr ausreichend engagiert<\/li>\n\n\n\n<li><strong>September 2025:<\/strong> <strong>21 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>aktuell:<\/strong> nur noch <strong>16 Prozent<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Damit hat sich sein Wert binnen weniger Monate nahezu halbiert. Selbst unter den Anh\u00e4ngern der Union sagen <strong>60 Prozent<\/strong>, Merz k\u00fcmmere sich nicht genug um die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands. F\u00fcr einen Kanzler, der gerade bei diesem Thema St\u00e4rke ausstrahlen m\u00fcsste, ist das ein vernichtendes Urteil.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Deutschen blicken wirtschaftlich d\u00fcster nach vorn<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die negative Stimmung beschr\u00e4nkt sich nicht auf die Regierung. Auch der Blick auf die wirtschaftliche Zukunft f\u00e4llt ausgesprochen pessimistisch aus. Nur <strong>14 Prozent<\/strong> der Befragten erwarten, dass sich die wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern. Dagegen rechnen <strong>68 Prozent<\/strong> mit einer Verschlechterung.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet: Die Mehrheit erlebt die wirtschaftliche Lage nicht als schwierige \u00dcbergangsphase, sondern als Entwicklung in die falsche Richtung. Genau dieser Pessimismus frisst sich dann auch in die politische Bewertung hinein. Wer keine Verbesserung erwartet, verliert schnell das Vertrauen in jene, die das Land regieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kaum jemand traut den Parteien noch L\u00f6sungen zu<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Krise des Vertrauens zeigt sich auch bei der Frage nach politischer Kompetenz. <strong>15 Prozent<\/strong> trauen der <strong>AfD<\/strong> am ehesten zu, mit den Problemen in Deutschland fertigzuwerden. Die <strong>Union<\/strong> liegt hier nur noch bei <strong>13 Prozent<\/strong>. Alle anderen Parteien bleiben einstellig.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch gravierender ist jedoch ein anderer Wert: <strong>53 Prozent<\/strong> trauen <strong>keiner Partei<\/strong> politische Kompetenz zu. Das ist ein massives Warnsignal. Es zeigt, dass nicht nur einzelne Parteien schw\u00e4cheln, sondern dass das Misstrauen gegen das politische System insgesamt w\u00e4chst.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die wichtigsten Themen zeigen den Druck im Land<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im sogenannten Themenradar zeigt sich klar, was die Menschen derzeit besonders bewegt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Arbeit der Bundesregierung:<\/strong> <strong>42 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Iran und Krieg im Nahen Osten:<\/strong> <strong>32 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>\u00f6konomische Lage:<\/strong> <strong>31 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Krieg in der Ukraine:<\/strong> <strong>17 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kriege und Konflikte allgemein:<\/strong> <strong>11 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Reform der Krankenkassen:<\/strong> <strong>9 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Situation in den USA:<\/strong> <strong>8 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Benzinpreise:<\/strong> <strong>7 Prozent<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Rente und Rentendiskussion:<\/strong> <strong>7 Prozent<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Reihenfolge ist politisch aufschlussreich. Ganz oben stehen nicht Nebenthemen, sondern die Arbeit der Regierung selbst, die wirtschaftliche Lage und internationale Krisen. Genau dort wird die Bundesregierung derzeit als schwach erlebt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Breite Mehrheit will den Tankrabatt behalten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auch beim <strong>Tankrabatt<\/strong> ist die Haltung der Bev\u00f6lkerung eindeutig. <strong>63 Prozent<\/strong> sprechen sich daf\u00fcr aus, die Steuersenkung von knapp <strong>17 Cent pro Liter Benzin und Diesel<\/strong> \u00fcber den Juni hinaus f\u00fcr einige Monate zu verl\u00e4ngern. Nur <strong>33 Prozent<\/strong> lehnen das ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant ist, dass nur die Anh\u00e4nger der <strong>Gr\u00fcnen<\/strong> mehrheitlich gegen eine Verl\u00e4ngerung sind. Die W\u00e4hler aller anderen Parteien sind mehrheitlich daf\u00fcr. Das zeigt, wie gro\u00df der Wunsch nach direkter Entlastung im Alltag geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Rekordwert mit politischer Sprengkraft<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die neue Umfrage ist deshalb nicht nur eine gute Nachricht f\u00fcr die AfD und eine schlechte f\u00fcr die Regierung. Sie markiert einen Zustand, in dem Unzufriedenheit, wirtschaftliche Angst und politisches Misstrauen zusammenwirken. Die AfD steigt auf <strong>28 Prozent<\/strong>, die Koalition f\u00e4llt auf <strong>34 Prozent<\/strong>, <strong>85 Prozent<\/strong> sind mit Merz unzufrieden, <strong>80 Prozent<\/strong> halten ihn wirtschaftspolitisch f\u00fcr unzureichend.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Zahlen beschreiben keine normale Schw\u00e4chephase. Sie zeigen eine politische Lage, in der die amtierende Regierung immer weniger \u00fcberzeugt und die st\u00e4rkste Oppositionskraft gerade aus dieser Entt\u00e4uschung immer mehr Kapital schl\u00e4gt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die politische Stimmung kippt weiter Die politische Lage in Deutschland versch\u00e4rft sich sp\u00fcrbar. Die AfD erreicht in der aktuellen Umfrage mit 28 Prozent einen neuen H\u00f6chstwert und setzt ihren Aufstieg weiter fort. Gleichzeitig verlieren die Regierungsparteien weiter an R\u00fcckhalt, und auch Bundeskanzler Friedrich Merz rutscht in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung immer tiefer ab. 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