{"id":10400,"date":"2026-03-10T09:55:15","date_gmt":"2026-03-10T13:55:15","guid":{"rendered":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=10400"},"modified":"2026-03-10T09:55:16","modified_gmt":"2026-03-10T13:55:16","slug":"volkswagen-unter-druck-gewinn-bricht-stark-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktiengurus.com\/?p=10400","title":{"rendered":"Volkswagen unter Druck: Gewinn bricht stark ein"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ergebnis f\u00e4llt deutlich hinter Vorjahr zur\u00fcck &#8211; Bis 2030 sollen 50.000 Stellen wegfallen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der <strong>Volkswagen-Konzern<\/strong> hat f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr <strong>2025<\/strong> einen massiven Gewinneinbruch gemeldet. Nach Steuern verdiente Europas gr\u00f6\u00dfter Autobauer nur noch <strong>6,9 Milliarden Euro<\/strong>. Im Jahr zuvor hatte das Konzernergebnis noch bei <strong>12,4 Milliarden Euro<\/strong> gelegen. Damit fiel der Gewinn innerhalb eines Jahres um rund <strong>44 Prozent<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch beim Umsatz zeigte sich eine r\u00fcckl\u00e4ufige Entwicklung, wenn auch deutlich moderater. Die Erl\u00f6se sanken um <strong>0,8 Prozent<\/strong> auf knapp <strong>322 Milliarden Euro<\/strong>. Damit bleibt Volkswagen zwar ein Konzern mit gewaltiger wirtschaftlicher Gr\u00f6\u00dfe, doch die Ergebnislage hat sich sp\u00fcrbar verschlechtert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahlen machen deutlich, wie stark der Druck auf den Konzern inzwischen geworden ist. Sinkende Gewinne, hohe Zusatzkosten und schwierige M\u00e4rkte zwingen Volkswagen zu tiefgreifenden Anpassungen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"875\" height=\"544\" src=\"https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-21.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10402\" srcset=\"https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-21.png 875w, https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-21-300x187.png 300w, https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-21-768x477.png 768w, https:\/\/aktiengurus.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-21-556x346.png 556w\" sizes=\"(max-width: 875px) 100vw, 875px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bis 2030 sollen 50.000 Stellen wegfallen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Parallel zu den schwachen Gesch\u00e4ftszahlen hat Volkswagen seinen Sparkurs bekr\u00e4ftigt. Nach Angaben im Gesch\u00e4ftsbericht sollen bis zum Jahr <strong>2030 rund 50.000 Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland<\/strong> wegfallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Teil des Abbaus betrifft die Kernmarke <strong>Volkswagen<\/strong> selbst. Dort sollen <strong>35.000 Stellen<\/strong> entfallen. Hinzu kommen weitere Einschnitte bei den Premiummarken des Konzerns. Bei <strong>Audi<\/strong> ist geplant, bis <strong>2029 bis zu 7.500 Arbeitspl\u00e4tze<\/strong> abzubauen. Bei <strong>Porsche<\/strong> sollen nach bisherigen Planungen etwa <strong>3.900 Stellen<\/strong> wegfallen, darunter auch Arbeitspl\u00e4tze von Leiharbeitern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Konzern betont allerdings, dass dieser Umbau nicht \u00fcber klassische Entlassungen erfolgen soll. Stattdessen setzt das Unternehmen auf <strong>Altersteilzeit<\/strong>, <strong>Abfindungsprogramme<\/strong> und andere freiwillige L\u00f6sungen. <strong>Betriebsbedingte K\u00fcndigungen<\/strong> wurden ausgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Drittes Quartal besonders schwach<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Besonders problematisch verlief f\u00fcr Volkswagen das dritte Quartal des Jahres 2025. In diesem Zeitraum rutschte der Konzern tief in die Verlustzone und verbuchte einen Fehlbetrag von <strong>mehr als einer Milliarde Euro<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehrere Belastungsfaktoren trafen dabei gleichzeitig aufeinander. Eine wichtige Rolle spielten die Schwierigkeiten bei der Tochter <strong>Porsche<\/strong>, deren strategische Neuausrichtung erhebliche Kosten verursachte. Porsche hatte den bisherigen Kurs einer konsequenten Elektrifizierung abgeschw\u00e4cht und die Perspektive f\u00fcr Verbrennermodelle verl\u00e4ngert. Dieser Strategiewechsel schlug \u00fcber die Konzernstruktur auch auf Volkswagen durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich belasteten <strong>US-Z\u00f6lle<\/strong> das Gesch\u00e4ft erheblich. Die Handelsma\u00dfnahmen f\u00fchrten zu milliardenschweren Zusatzkosten und verschlechterten die Ertragslage vor allem auf dem nordamerikanischen Markt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zum Jahresende keimte wieder etwas Hoffnung auf<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Trotz des schwachen Gesamtjahres verlief das Schlussquartal g\u00fcnstiger als die Monate zuvor. Im <strong>vierten Quartal 2025<\/strong> entwickelte sich das Gesch\u00e4ft wieder besser als in den ersten drei Quartalen. Das deutet darauf hin, dass der Konzern einen Teil der vorangegangenen Belastungen zumindest abfedern konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Von einer echten Entwarnung kann jedoch keine Rede sein. Das Gesamtbild bleibt angespannt. Die operative Stabilisierung zum Jahresende \u00e4ndert nichts daran, dass 2025 f\u00fcr Volkswagen finanziell ein deutlich schw\u00e4cheres Jahr war als 2024.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Vorstandschef <strong>Oliver Blume<\/strong> bedeutet das zus\u00e4tzlichen Druck. Er muss den Konzern gleichzeitig restrukturieren, Kosten senken und die Transformation in Richtung neuer Antriebstechnologien und digitaler Gesch\u00e4ftsmodelle weiter vorantreiben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Absatz sinkt unter neun Millionen Fahrzeuge<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auch bei den Verk\u00e4ufen blieb Volkswagen hinter dem Vorjahr zur\u00fcck. Weltweit lieferte der Konzern <strong>8,98 Millionen Fahrzeuge<\/strong> aller Marken aus. Damit fiel der Absatz um <strong>0,5 Prozent<\/strong> geringer aus als ein Jahr zuvor.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders bemerkenswert ist dabei die regionale Verteilung. In <strong>Europa<\/strong> konnte Volkswagen noch zulegen. Dieses Plus reichte jedoch nicht aus, um die R\u00fcckg\u00e4nge in <strong>China<\/strong> und <strong>Nordamerika<\/strong> auszugleichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade der chinesische Markt entwickelt sich f\u00fcr viele deutsche Hersteller zunehmend schwieriger. Lokale Wettbewerber gewinnen Marktanteile, der Preisdruck nimmt zu, und die Nachfrage nach westlichen Marken ist nicht mehr so dynamisch wie in fr\u00fcheren Jahren. F\u00fcr Volkswagen, das \u00fcber Jahre stark vom China-Gesch\u00e4ft profitierte, ist das ein gravierender Belastungsfaktor.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Porsche erlebt einen dramatischen Absturz<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Besonders heftig fiel der Einbruch bei der Tochter <strong>Porsche<\/strong> aus. Der operative Gewinn des Sportwagenherstellers sank von <strong>5,3 Milliarden Euro<\/strong> auf nur noch <strong>90 Millionen Euro<\/strong>. Das entspricht einem R\u00fcckgang von rund <strong>98 Prozent<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit geh\u00f6rt Porsche zu den gr\u00f6\u00dften Problemfeldern innerhalb des Konzerns. Ausschlaggebend war vor allem das deutlich schw\u00e4chere Gesch\u00e4ft in <strong>China<\/strong>. Gerade im Premium- und Luxussegment hat die Nachfrage dort sp\u00fcrbar nachgelassen. F\u00fcr eine Marke wie Porsche, die stark \u00fcber hohe Margen und exklusive Modelle verdient, wirkt sich ein Absatzr\u00fcckgang besonders stark auf den Gewinn aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gewinneinbruch bei Porsche verdeutlicht, dass selbst prestigetr\u00e4chtige Marken in einem schwierigen Marktumfeld massiv unter Druck geraten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Umbau der Branche trifft auch den Marktf\u00fchrer<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung bei Volkswagen steht exemplarisch f\u00fcr den tiefen Strukturwandel in der internationalen Autoindustrie. Hersteller investieren enorme Summen in <strong>Elektromobilit\u00e4t<\/strong>, <strong>Batterietechnik<\/strong>, <strong>Software<\/strong> und neue digitale Plattformen. Gleichzeitig versch\u00e4rft sich der Wettbewerb, insbesondere durch Anbieter aus <strong>China<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommen politische Unsicherheiten, Handelskonflikte und schwankende Nachfrage in wichtigen Weltregionen. F\u00fcr einen Konzern mit fast <strong>neun Millionen verkauften Fahrzeugen im Jahr<\/strong> bedeuten solche Ver\u00e4nderungen einen Umbau in au\u00dfergew\u00f6hnlicher Gr\u00f6\u00dfenordnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuellen Zahlen zeigen deshalb nicht nur ein schwaches Gesch\u00e4ftsjahr, sondern auch, wie teuer und risikoreich die Neuausrichtung eines globalen Industriekonzerns geworden ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ergebnis f\u00e4llt deutlich hinter Vorjahr zur\u00fcck &#8211; Bis 2030 sollen 50.000 Stellen wegfallen Der Volkswagen-Konzern hat f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2025 einen massiven Gewinneinbruch gemeldet. Nach Steuern verdiente Europas gr\u00f6\u00dfter Autobauer nur noch 6,9 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor hatte das Konzernergebnis noch bei 12,4 Milliarden Euro gelegen. 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